Funktionelle Bildgebung zeigt, wie Darm- und Lebererkrankungen sich wechselseitig beeinflussen
Mehreren Lebererkrankungen liegt zugrunde, dass die in der Leber produzierte Galle nicht wie vorgesehen in den Darm abgegeben werden kann. Somit kommt es zu einem Rückstau der Galle, was zur Schädigung des Lebergewebes führen kann. Über das Zusammenspiel von Leber und Darm haben die Arbeitsgruppen von Prof. Hengstler (Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund) sowie von Prof. Trautwein und Junior-Prof. Schneider (beide Uniklinik RWTH Aachen) eine überraschende Entdeckung gemacht. Eine Lebererkrankung mit Gallenstau verläuft dann milder, wenn zusätzlich zu der Lebererkrankung noch eine entzündliche Erkrankung des Darms hinzukommt. Das Forschungsteam hat entdeckt, dass ein entzündeter Darm die Leber dazu bringt, weniger Gallensäuren zu produzieren. Diese Studie wurde jetzt im Fachjournal Nature Communications veröffentlicht.