„Leistungszentrum Logistik und IT“ in zweite Förderphase gestartet

Das Dortmunder „Leistungszentrum Logistik und IT“ startet in die nächste Förderphase. Damit können die beteiligten Institutionen der 2016 ins Leben gerufenen Initiative weiter an ihrem Auftrag arbeiten, Spitzenforschung in die Wirtschaft zu tragen. An dem Kooperationsprojekt beteiligen sich auch Forschende des IfADo.

Im „Leistungszentrum Logistik und IT“ arbeiten Forschende der TU Dortmund, des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik (IML), des Fraunhofer-Instituts für Software- und Systemtechnik (ISST) sowie des Leibniz-Instituts für Arbeitsforschung an der TU Dortmund (IfADo) zusammen, um gemeinsam Spitzenforschung im weiten Feld der Logistik und IT zu betreiben.

Die TU Dortmund und das Leibniz- und die Fraunhofer-Institute haben abgegrenzte Aufgaben: Vorlaufforschung an der Universität, anwendungsorientierte Entwicklung in den Instituten bis hin zum Einsatz der Ergebnisse in Wirtschaftsunternehmen. Die Forschungsgruppen des Leistungszentrums verfolgen häufig mehrere sogenannte „Workstreams“, die mit der Entwicklung von Demonstratoren und der Durchführung von Studien dem Transfergedanken Rechnung tragen.

Verkabelt auf dem Laufband: Für die Versuche trugen die Testpersonen sowohl Datenbrille als auch Headset. Mit den Joysticks in den Händen konnten die Personen auf Buchstabenfolgen reagieren – je nach Anweisung über die Datenbrille oder das Headset. Foto: Kreutzfeldt/IfADo
Laborforschung: Wie verarbeiten wir Informationen, wenn wir gehen und gleichzeitig eine Datenbrille tragen? Foto: IfADo

So bearbeiten zum Beispiel Expertinnen und Experten der IfADo-Forschungsabteilung Ergonomie zusammen mit dem IML das Thema „Angewandte Kognitive Ergonomie“. Das IfADo leitet diese Forschungsgruppe und beschäftigt sich mit der Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit von Beschäftigten im Kontext der Logistik. Beispielsweise untersuchen die Forschenden, wie Mitarbeiter durch Assistenzsysteme (z.B. Datenbrillen, Exoskelette) in ihren sensorischen und kognitiven Funktionen unterstützt und wie sie vor psychischer Fehlbeanspruchung geschützt werden können. Hierzu werden neben Feldstudien in Betrieben auch moderne Simulationsumgebungen wie das neue interaktive Ganglabor des IfADo oder das Testzentrum für Kommissioniertechnologien des IML eingesetzt.

In anderen Forschungsgruppen forscht das IfADo zu weiteren Themen, wie der Mensch-Roboter-Kollaboration oder der Entwicklung von kognitiven Agenten, um beispielsweise menschliche Wahrnehmungs- und Entscheidungsprozesse in Simulationen besser umsetzen zu können. Darüber hinaus ist das IfADo auch aktiv bei der Weiterentwicklung von Kommunikationssystemen im Gesundheitsbereich beteiligt.

Nach einer dreijährigen Aufbauphase mit erfolgreicher Evaluation startete das Leistungszentrum Anfang Januar in die nächste Förderphase. In dieser Phase steht der Transfer der Projekte und Ideen in die Wirtschaft im Mittelpunkt. Die Förderphase ist auf ein Jahr ausgelegt und hat auch das Ziel, dass Dortmunder und weitere 15 Leistungszentren in Deutschland auf einen Stand zu bringen. In einer dritten Phase soll das Zentrum zur Dauereinrichtung werden. Die Förderung für das Leistungszentrum Logistik und IT setzt sich aus Mitteln des Landes NRW, der Industrie sowie aus Geldern der Fraunhofer-Gesellschaft zusammen.

Wissenschaftlicher Ansprechpartner IfADo:
PD Dr. Gerhard Rinkenauer
Leiter des Zukunftslabors „Mensch-Technik-Interaktion“
Telefon: + 49 231 1084-374
E-Mail: rinkenauer@ifado.de

Ansprechpartner Leitungsteam:
Dipl.-Logist. Christoph Pott
Fakultät Maschinenbau der TU Dortmund
Telefon: 0231 – 755 4492
E-Mail: christoph.pott@tu-dortmund.de