Kann die Geruchsschwelle von n-Butanol andere Geruchseffekte vorhersagen?

Für Forschung und Anwendung ist es wichtig zu wissen, ob Gerüche den Menschen belästigen. Dabei gibt es keine Apparatur, die so gut Gerüche messen kann wie die menschliche Nase. Forscherinnen und Forscher am Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund (IfADo) haben nun untersucht, wie aussagekräftig das gängige Vorgehen zur Beurteilung des Riechvermögens von Personen mittels n-Butanol ist. Sie konnten unter anderem zum ersten Mal experimentell bestätigen, dass die Geruchsschwelle für n-Butanol mit der Bewertung anderer Gerüche unter normalen Atembedingungen zusammenhängt.

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Blei im Boden: Keine Entwarnung

In der Vergangenheit wurde viel getan, um Mensch und Umwelt vor dem giftigen Schwermetall Blei zu schützen. Dennoch kann sich Blei in Ackerböden anreichern. Ob durch Bleiverunreinigungen langfristig zu hohe Bleiwerte in Böden entstehen, hat IfADo-Toxikologe Prof. Dr. Jan Hengstler zusammen mit der Beratungskommission der „Gesellschaft für Toxikologie (GT)“ nun untersucht. Mithilfe eines mathematischen Modells hat die Kommission berechnet, dass die Bleikonzentrationen in Böden ansteigen, auch wenn dies nur sehr langsam geschieht. Um gesundheitliche Gefahren zukünftiger Generationen zu minimieren, sollten daher Maßnahmen zur Bleireduktion getroffen werden.

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Übersichtsstudie zu gesundheitlichen Risiken des Frackings

Beim Fracking (Hydraulic Fracturing) wird Erdgas und Erdöl mittels eines Gemisches aus Wasser, Sand und Chemikalien aus dichtem Untergrundgestein hervor gepresst. Die Technik wird aufgrund möglicher Risiken für Mensch und Umwelt kontrovers diskutiert. Die Beratungskommission der „Gesellschaft für Toxikologie (GT)“ hat in einer aktuellen Übersichtsarbeit die Datenlage zu gesundheitlichen Gefahren für den Menschen untersucht. Auf Basis der untersuchten Literatur kommt sie zum Schluss, dass der Einsatz der Fracking-Technologie nur unter Einhaltung strikter Sicherheitsmaßnahmen möglich ist. IfADo-Direktor und Toxikologe Prof. Dr. Jan Hengstler ist Mitglied der Kommission und einer der Autoren der aktuellen Arbeit.

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Fluoridexposition in Europa: Kein Anlass zur Besorgnis

Über Trinkwasser, Lebensmittel und Zahnpflegemittel nehmen wir Fluorid auf. Während es unstrittig ist, dass das Spurenelement in adäquaten Mengen das Kariesrisiko reduziert, wird über die gesundheitlichen Risiken einer erhöhten Fluoridaufnahme aktuell diskutiert. Forschende des Leibniz-Instituts für Arbeitsforschung (IfADo) haben nun mit der Senatskommission zur gesundheitlichen Bewertung von Lebensmitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft (SKLM) Studien zur Neurotoxizität von Fluorid analysiert. Ihr Fazit: Auf Basis der untersuchten Studien besteht bei der aktuellen Fluoridexposition in Europa kein Anlass zur Besorgnis.

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„Abstandshalter“ für die Herzgesundheit

Wird das Herz stark belastet, reagiert es darauf und wächst. Das geschieht etwa bei hoher sportlicher Aktivität, insbesondere beim Ausdauersport: Das Herz wird kräftiger. Neben dieser positiven Seite des Herzwachstums gibt es aber auch eine Schattenseite: Wird das Herz durch eine Erkrankung wie Bluthochdruck dauerhaft belastet, wächst es zu stark und eine Herzschwäche kann entstehen. Ein interdisziplinäres Team der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und des Leibniz-Instituts für Analytische Wissenschaften (ISAS) hat  die Rolle extrazellulär regulierter Kinasen (ERK) bei pathologischem Herzwachstum untersucht.

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Nachvollziehbarkeit und Verlässlichkeit: Qualitätsstandards für Daten in der Nanosicherheit

FIZ Karlsruhe startet zusammen mit Forschungspartnern aus der Leibniz-Gemeinschaft das Projekt “NanoS-QM”. Ziel ist es, Qualitätsstandards für Forschungsdaten im Bereich der Nanosicherheit zu entwickeln. So werden die Grundlagen für eine verbesserte Risikobewertung und damit sichere Anwendung von Nanopartikeln geschaffen. Toxikologen und Neurowissenschaftler des IfADo sind Teil des Projektes.

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Verlust von microRNAs führt zur Fibrosebildung

Fibrosen sind krankhafte Organ- oder Gewebeverhärtungen, die durch Neubildung von Bindegewebe entstehen und die Funktion von Organen beeinträchtigen. Sie treten u.a. bei Patienten mit Leberzirrhose und Krebs auf, aber auch mit zunehmendem Alter. Ein Forscherteam aus Tübingen, Heidelberg, Braunschweig, Aachen und Dortmund (IfADo) konnte microRNAs identifizieren, die für die Entstehung von Fibrosen verantwortlich sind. Die Ergebnisse wurden im Journal PNAS publiziert.

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Rundgespräch „Dietary glycation compounds – implications for human health?”

Am 14. November 2019 fand am IfADo ein internationales Rundgespräch zu Glykierungsreaktionen und deren Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit statt. Das Treffen fand im Rahmen der 60. Plenarsitzung der SKLM statt – der Ständigen Senatskommission zur gesundheitlichen Bewertung von Lebensmitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Seit Sommer 2017 ist IfADo-Direktor Prof. Dr. Jan Hengstler Vorsitzender der SKLM.

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Atmungsähnliche Dehnung von Lungenzellen in Zellkultur beeinflusst Reaktion auf Nanopartikel

Wie reagieren Lungenzellen auf Stoffe, die so klein sind, dass sie bis in die tiefe Lunge gelangen können? Um diese Frage zu beantworten, kultivieren Forschende Lungenzellen im Labor in Zellkultur. Die Ergebnisse dieser stark vereinfachten Modelle lassen sich jedoch nicht direkt auf komplexe, lebende Organismen übertragen. Nun haben Expertinnen und Experten des Leibniz-Forschungsverbundes Nanosicherheit zusammen mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universität des Saarlands und der TU Dortmund untersucht, wie menschliche Lungenzellen auf Nanopartikel reagieren wenn sie – wie in der Lunge – während der Kulturphase gedehnt werden. Sie konnten zeigen, dass die Lungenzellen durch die mechanische Dehnung stärker auf Nanopartikel reagierten, und zwar ähnlich wie bei einer Entzündungsreaktion.

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Symposium: Alternativen zu Tierversuchen in der Forschung

Bevor ein Medikament auf den Markt kommt, durchläuft es einen langjährigen Entwicklungsprozess. Dabei sind Tierversuche gesetzlich vorgeschrieben, um den Menschen vor gesundheitlichen Gefahren zu schützen. Ein großer Teil der Fortschritte moderner Therapien wäre ohne Tierversuche unmöglich gewesen. Gleichzeitig besteht Einigkeit darüber, Tierversuche zu beschränken und zu ersetzen. Um neueste Trends in der Bewertung von Tierversuchen und in der Entwicklung von Alternativmethoden aufzuzeigen, hat das Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund (IfADo) zum 12. Mal ein Symposium veranstaltet.

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