Neuer Therapieansatz bei HER2+ Brustkrebs wird erforscht

Trotz steter Verbesserungen der Behandlung ist Brustkrebs nach wie vor die häufigste krebsbedingte Todesursache bei Frauen in Deutschland. Neue Therapien und weitere Forschung sind daher gefragt. Forschende des Leibniz-Instituts für Arbeitsforschung an der TU Dortmund (IfADo) konnten bereits zeigen, dass das Enzym EDI3 mit Veränderungen im Stoffwechsel von Krebszellen in Verbindung steht. Welches Potenzial das Enzym als therapeutisches Ziel bei einer Untergruppe von Brustkrebs hat, wird das Team nun erforschen. Die Deutsche Krebshilfe fördert das Projekt mit rund 230.000 Euro.5 Patientinnen, die an Brustkrebs leiden (Symbolbild)

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Harnblasenkrebs und Querschnittlähmung: Prognosen unterscheiden sich

Studien deuten darauf hin, dass Querschnittgelähmte ein erhöhtes Risiko haben, an Harnblasenkrebs zu erkranken. Noch sind aber viele Fragen offen, etwa zu den krankmachenden Mechanismen. Mit einem nationalen Team haben Forschende des Leibniz-Instituts für Arbeitsforschung und UrologInnen des Berufsgenossenschaftlichen Klinikums Hamburg erstmals Daten von Personen untersucht, die bereits bei Eintritt der Querschnittlähmung an einem ihnen bisher unbekannten Harnblasentumor erkrankt waren. Diese Personen haben laut der aktuellen Studie eine bessere Prognose als Betroffene, die erst Jahre nach der Diagnose Querschnittlähmung an einem Harnblasentumor erkrankten.

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Neues Konzept der Leberfunktion – Kombination von aktivem Transport, Diffusion und Fluss

Rund fünf Millionen Menschen in Deutschland leiden an Lebererkrankungen. Besonders schwerwiegend ist die nicht-alkoholische Fettleberentzündung, die im fortgeschrittenen Stadium durch Lebertransplantation behandelt werden muss. Eine anerkannte, wirksame Therapie gibt es für diese Erkrankung noch nicht. Dies liegt unter anderem daran, dass die Funktionsweise der Leber und die Mechanismen der Störung bei Krankheit noch nicht ausreichend verstanden sind. Die Arbeitsgruppen von Dr. Nachiket Vartak und Prof. Jan Hengstler am IfADo in Dortmund haben in einer aktuell in der Fachzeitschrift Hepatology erschienenen Arbeit gezeigt, dass der Transport der giftigen Galle grundlegend anderen Prinzipien folgt als seit etwa 60 Jahren angenommen.

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Wegweisende Einblicke in die Funktionsweise der Leber

Rund fünf Millionen Menschen in Deutschland leiden an Lebererkrankungen. Noch verstehen wir viele Grundfunktionen der Leber nicht ausreichend, um Erkrankungen bestmöglich zu behandeln. Ein Team am Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund (IfADo) konnte jetzt zeigen, dass der Transport der in der Leber gebildeten, giftigen Galle grundlegend anders erfolgt, als es die Lehrmeinung bisher vertritt: Nach der Studie fließt die Galle nicht in den Gallenkanälchen der Leber. Vielmehr steht die Flüssigkeit in diesen Kanälchen und die Gallenbestandteile breiten sich dort per Diffusion aus.

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Kann die Geruchsschwelle von n-Butanol andere Geruchseffekte vorhersagen?

Für Forschung und Anwendung ist es wichtig zu wissen, ob Gerüche den Menschen belästigen. Dabei gibt es keine Apparatur, die so gut Gerüche messen kann wie die menschliche Nase. Forscherinnen und Forscher am Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund (IfADo) haben nun untersucht, wie aussagekräftig das gängige Vorgehen zur Beurteilung des Riechvermögens von Personen mittels n-Butanol ist. Sie konnten unter anderem zum ersten Mal experimentell bestätigen, dass die Geruchsschwelle für n-Butanol mit der Bewertung anderer Gerüche unter normalen Atembedingungen zusammenhängt.

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Blei im Boden: Keine Entwarnung

In der Vergangenheit wurde viel getan, um Mensch und Umwelt vor dem giftigen Schwermetall Blei zu schützen. Dennoch kann sich Blei in Ackerböden anreichern. Ob durch Bleiverunreinigungen langfristig zu hohe Bleiwerte in Böden entstehen, hat IfADo-Toxikologe Prof. Dr. Jan Hengstler zusammen mit der Beratungskommission der „Gesellschaft für Toxikologie (GT)“ nun untersucht. Mithilfe eines mathematischen Modells hat die Kommission berechnet, dass die Bleikonzentrationen in Böden ansteigen, auch wenn dies nur sehr langsam geschieht. Um gesundheitliche Gefahren zukünftiger Generationen zu minimieren, sollten daher Maßnahmen zur Bleireduktion getroffen werden.

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Übersichtsstudie zu gesundheitlichen Risiken des Frackings

Beim Fracking (Hydraulic Fracturing) wird Erdgas und Erdöl mittels eines Gemisches aus Wasser, Sand und Chemikalien aus dichtem Untergrundgestein hervor gepresst. Die Technik wird aufgrund möglicher Risiken für Mensch und Umwelt kontrovers diskutiert. Die Beratungskommission der „Gesellschaft für Toxikologie (GT)“ hat in einer aktuellen Übersichtsarbeit die Datenlage zu gesundheitlichen Gefahren für den Menschen untersucht. Auf Basis der untersuchten Literatur kommt sie zum Schluss, dass der Einsatz der Fracking-Technologie nur unter Einhaltung strikter Sicherheitsmaßnahmen möglich ist. IfADo-Direktor und Toxikologe Prof. Dr. Jan Hengstler ist Mitglied der Kommission und einer der Autoren der aktuellen Arbeit.

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Fluoridexposition in Europa: Kein Anlass zur Besorgnis

Über Trinkwasser, Lebensmittel und Zahnpflegemittel nehmen wir Fluorid auf. Während es unstrittig ist, dass das Spurenelement in adäquaten Mengen das Kariesrisiko reduziert, wird über die gesundheitlichen Risiken einer erhöhten Fluoridaufnahme aktuell diskutiert. Forschende des Leibniz-Instituts für Arbeitsforschung (IfADo) haben nun mit der Senatskommission zur gesundheitlichen Bewertung von Lebensmitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft (SKLM) Studien zur Neurotoxizität von Fluorid analysiert. Ihr Fazit: Auf Basis der untersuchten Studien besteht bei der aktuellen Fluoridexposition in Europa kein Anlass zur Besorgnis.

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„Abstandshalter“ für die Herzgesundheit

Wird das Herz stark belastet, reagiert es darauf und wächst. Das geschieht etwa bei hoher sportlicher Aktivität, insbesondere beim Ausdauersport: Das Herz wird kräftiger. Neben dieser positiven Seite des Herzwachstums gibt es aber auch eine Schattenseite: Wird das Herz durch eine Erkrankung wie Bluthochdruck dauerhaft belastet, wächst es zu stark und eine Herzschwäche kann entstehen. Ein interdisziplinäres Team der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und des Leibniz-Instituts für Analytische Wissenschaften (ISAS) hat  die Rolle extrazellulär regulierter Kinasen (ERK) bei pathologischem Herzwachstum untersucht.

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