Bewegung kann bei der Verarbeitung visueller Informationen helfen

27.07.2022

Moderne Lebens- und Arbeitsumgebungen sind zunehmend durch die gleichzeitige Ausführung von Fortbewegung und sensorischer – meist visueller – Verarbeitung gekennzeichnet. Auch erfordern viele Berufsprofile die gleichzeitige Verarbeitung visueller Informationen während des Gehens. So muss beispielsweise ein Arbeiter in der Lagerlogistik zum richtigen Gang gehen, um ein Paket abzuholen, während ihm über eine Datenbrille bereits visuelle Informationen über den nächsten Auftrag präsentiert werden. Das Zusammenspiel von menschlicher Fortbewegung mit zunehmender Bewegungskomplexität und visueller Verarbeitung haben Forschende am Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund (IfADo) mit Hilfe von EEG-Aufzeichnungen genauer untersucht.

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Neues Forschungsprojekt zu Arbeitsunterbrechungen gestartet

26.01.2022

Das Telefon klingelt, ein Kollege klopft an der Tür und jede neue E-Mail kündigt sich mit Signalton an – dabei arbeitet man gerade hochkonzentriert an einem Text, der heute dringend noch raus muss. Arbeitsunterbrechungen sind neben Zeit- und Leistungsdruck einer der größten Stressfaktoren in modernen Arbeitsumgebungen. Dabei ist über die kognitiven Prozesse, die bei der Bewältigung von Arbeitsunterbrechungen eine Rolle spielen, bislang wenig bekannt. Diese stehen im Mittelpunkt des neuen geförderten DFG-Projekts „Untersuchungen zum Einfluss von Unterbrechungen auf Aufmerksamkeits- und Arbeitsgedächtnisleistungen bei jüngeren und älteren Erwachsenen mittels EEG-Methodik“, das kürzlich gestartet ist.

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Neue EEG-Auswertungen zeigen, wie Aufmerksamkeitsfokussierung nach Unterbrechungen im Arbeitsgedächtnis funktioniert

29.11.2021

Unterbrechungen bei der Arbeit führen häufig zu einer Leistungsverschlechterung in der ursprünglichen Aufgabe. Dieses Leistungsdefizit äußert sich üblicherweise in einer Verzögerung bei der Wiederaufnahme der eigentlichen Aufgabe. Mit Hilfe von EEG-Messungen haben Forschende am Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund (IfADo) Arbeitsgedächtnisprozesse beim Wechsel zwischen verschiedenen Aufgaben jetzt genauer untersucht. Sie konnten zeigen, dass Unterbrechungen zu mehr Fehlern, längeren Reaktionszeiten und ungenaueren Arbeitsgedächtnisinhalten führen.

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Wie sich Unterbrechungen auf das Arbeitsgedächtnis auswirken

Beim Arbeiten werden wir immer wieder unterbrochen und abgelenkt – eine Herausforderung, der sich viele nicht zuletzt im Homeoffice zu Corona-Zeiten stellen müssen. Forschende des Leibniz-Instituts für Arbeitsforschung an der TU Dortmund (IfADo) untersuchen, wie sich solche Störungen auf die Leistung unseres Arbeitsgedächtnisses auswirken. Sie konnten zeigen, dass es nach einer Unterbrechung besonders schwerfällt, sich wieder der eigentlichen Aufgabe zu widmen. Bei für die Arbeit nicht-relevanten Ablenkungen war dies nicht der Fall. 

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Neues Forschungslabor: Arbeitsforschung am IfADo geht neue Wege

Das Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund (IfADo) beschreitet neue Forschungswege: mit einem Ganglabor. Darin lässt sich die Gangbewegung des ganzen Körpers in einer virtuellen Umgebung dreidimensional erfassen. Das wird es den Forschenden ermöglichen, Phänomene der menschlichen Informationsverarbeitung beim Gehen zu analysieren. Das Labor wurde im Rahmen des vom IfADo eingeworbenen Sondertatbestands für rund eine halbe Million Euro eingerichtet.

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Weißt du noch? – Wie Erinnerungen wieder wach werden

Bereits in der Kindheit bilden sich erste Erinnerungen und im Laufe des Lebens werden es stetig mehr. Aber wie gelingt es, dass wir uns an persönliche Erlebnisse nach einiger Zeit wieder erinnern? In einer neuen Studie am Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund (IfADo) wollen Forschende untersuchen, inwiefern das Arbeitsgedächtnis an der Aktivierung von Erinnerungen aus dem Langzeitgedächtnis beteiligt ist. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziert das Projekt die kommenden drei Jahre.

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Wie sich gedankliches Abschweifen im Gehirn abbildet

Jeder schweift mit den Gedanken mal ab. Das kann aber nicht nur die eigene Leistung mindern. Bei risikoreichen Arbeiten kann es auch gefährlich sein. Forschende des Leibniz-Instituts für Arbeitsforschung an der TU Dortmund (IfADo) haben das Phänomen in einer aktuellen Studie in Zusammenarbeit mit Forschenden der Universität Heidelberg untersucht. Die Messung von Alpha-Aktivität im Gehirn ist demnach ein guter Indikator für gedankliches Abschweifen. Das Ergebnis könnte sowohl in der Forschung als auch in der Praxis genutzt werden.

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Hirnströme messen: Mini-EEG zum Aufkleben

Eine neue Technologie soll die Messung von Hirnströmen mittels Elektroenzephalografie (EEG) vereinfachen. Bislang messen Elektroden in einer Kappe, wie aktiv das Gehirn ist – ein aufwendiger Prozess. Zukünftig könnte eine Art Elektroden-Tattoo zum Aufkleben hinters Ohr eine Alternative sein, um EEG-Messungen auch außerhalb des Labors durchzuführen. Forscher des Leibniz-Instituts für Arbeitsforschung haben untersucht, wie verlässlich dieser Ansatz schon ist. 

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Jung vs. Alt: Strategien gegen die visuelle Informationsflut

Täglich werden wir mit Unmengen an Informationen konfrontiert. Um effektiv arbeiten zu können, ist eine zielgerichtete Verarbeitung der Daten das A und O. Wie sehr wir uns dabei ablenken lassen und was im Gehirn bei der visuellen Informationssuche passiert, untersuchen Forscher des Leibniz-Instituts für Arbeitsforschung. In einer aktuellen Studie konnten sie zeigen, dass ältere Personen Probleme damit haben, irrelevante Informationen auszublenden, wenn jene den relevanten Informationen ähneln. Anders als jüngere Probanden blieben sie an den unwichtigen, aber in bestimmten Merkmalen zu den Zielinformationen identischen Fakten kleben.

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