Übersichtsarbeit: Gleichstromstimulation bei ADHS zeigt klinische Wirkung

Wenn Kinder ständig zappeln, impulsiv und unkonzentriert sind, kann das in manchen Fällen an einer Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) liegen. Vor allem im Schulalltag wiegt diese Störung schwer und beeinträchtigt die Entwicklung der betroffenen Kinder und Jugendlichen. Hier könnte die transkranielle Gleichstromstimulation (tDCS) hilfreich sein. In einer Übersichtsarbeit hat IfADo-Forscher Ali Salehinejad gemeinsam mit Neurowissenschaftlern aus dem Iran, den Niederlanden und Italien die Ergebnisse bereits veröffentlichter Studien kritisch ausgewertet. Die Analyse ist im Journal „Neuroscience Bulletin“ erschienen.

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IfADo-Forschung zu Chronotypen und deren Einfluss auf Gehirnphysiologie ausgezeichnet

Virtuelle Konferenzen prägen  aufgrund der Corona-Pandemie inzwischen den Alltag vieler Forschender. Auch die „NYC Neuromodulation 2020“ fand dieses Jahr vom 20.-22. April online statt. Über 6300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie 250 Speaker haben sich ausgetauscht. Prof. Dr. Michael Nitsche, IfADo-Direktor und Leiter der Forschungsabteilung „Psychologie & Neurowissenschaften“, und sein Team stellten in einer Session die Forschung zu Modulatoren und Effekten der transkraniellen Hirnstimulation (tDCS) am IfADo vor. 

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Viele Wege führen nach Rom: Systematische Untersuchung von Hirnstimulationsparametern

Neuroplastizität bezeichnet die Fähigkeit des Gehirns, sich ständig zu verändern und dadurch etwas Neues zu lernen oder sich veränderten Bedingungen anzupassen. Das ist nicht nur für das Gedächtnis essentiell, sondern auch für die Regeneration nach Hirnverletzungen. Bei neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen spielen krankhafte Veränderungen der Neuroplastizität eine Rolle. Das macht die Erforschung von Prozessen der Neuroplastizität relevant.

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Hilft Nikotin beim Lernen?

„Mit dem Rauchen aufzuhören ist kinderleicht, das habe ich schon hundertmal geschafft“, soll der Schriftsteller Marc Twain gesagt haben. Das Rauchen aufzugeben fällt vielen Menschen wohl eher schwer. Schließlich regt Nikotin Nervenzellen an und steigert zumindest kurzfristig Prozesse der Wahrnehmung, Aufmerksamkeit und Gedächtnisbildung. Vor allem letzter Punkt ist für die Forschung interessant und wird nun in einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekt am IfADo genauer beleuchtet.

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Konferenz für komplexe Medizintechnik zu Gast in Dortmund

Nervenzellen kommunizieren miteinander, indem sie elektrochemische Signale austauschen. Das macht man sich bei der nicht-invasiven Hirnstimulation zunutze: Mithilfe magnetischer und elektrischer Impulse wird die Aktivität und Erregbarkeit der Nervenzellen beeinflusst. Die Technik bietet das Potenzial, neue Therapien gegen Depressionen, chronische Schmerzen oder neurologische Sprach- und Bewegungsstörungen zu entwickeln. Darüber haben rund 120 internationale Teilnehmende aus Forschung und Praxis auf der „13. Konferenz für komplexe Medizintechnik in Dortmund (23.-25. September) diskutiert.

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Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer gesucht

In der Forschungsabteilung „Psychologie und Neurowissenschaften“ werden regelmäßig Teilnehmerinnen und Teilnehmer für neurowissenschaftliche Studien gesucht. Interessierte können sich über folgenden Kontakt an die IfADo-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wenden:

Nervenzellen kommunizieren miteinander, indem sie elektrochemische Signale austauschen. Daher lassen sich Nervenzellen durch elektrische oder magnetische Impulse beeinflussen. Diese kaum spürbaren Impulse werden bei Verfahren der nicht-invasiven Hirnstimulation über die Kopfhaut abgegeben. Mithilfe der Verfahren sollen krankhafte Veränderungen von Hirnfunktionen eingedämmt werden. Das ist möglich, indem die Aktivität der Nervenzellen in den stimulierten Bereichen der Hirnrinde gestärkt oder gehemmt wird.

Fit im Alter durch Hirnstimulation?

In ersten Studien wurden positive Effekte bei der Therapie von Erkrankungen beschrieben, wie Depressionen oder neurologischen Sprach- und Bewegungsstörungen. Zudem zeigte sich, dass mittels Hirnstimulation Lernprozesse und Gedächtnisfunktionen verbessert werden können.

„Die Verfahren können auch effektiv sein, um den Abbau von kognitiven Funktionen im Alter zu entschleunigen“, erklärt Prof. Dr. Michael Nitsche, Leiter des IfADo-Forschungsbereichs Neurowissenschaften. Im Rahmen eines vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Verbundprojektes untersucht der Neurowissenschaftler, wie sich Vorgänge im Gehirn mit dem Alter verändern und wie die geistige Fitness gefördert werden kann. Dazu nutzen die Forschenden Hirnstimulationsverfahren in Kombination mit kognitiven und motorischen Trainingseinheiten.

Versuchspersonen gesucht

Langfristiges Ziel ist es, vorhandene Hirnstimulationsmethoden zu optimieren. Damit wollen sie Grundlagen schaffen, um beispielsweise Gedächtnisfunktionen, Bewegungsabläufe oder das Sprachverstehen von älteren Menschen im Alltag zu verbessern. „Die Forschung steht in diesem Feld noch am Anfang. Daher suchen wir gesunde, rechtshändige Probandinnen und Probanden“, so Prof. Nitsche.

Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme. (Stand Oktober 2019)


Nur noch kurz die Arbeitsmails checken

Nach Feierabend einen Kunden zurückrufen und vorm Schlafen noch die Arbeitsmails checken: Das Smartphone erlaubt uns, flexibel zu arbeiten. Den Kunden freut es, der Arbeitgeber schätzt das Engagement. Doch geht die Rechnung auf? Eine aktuelle Studie des Leibniz-Instituts für Arbeitsforschung meldet Zweifel an. Demnach birgt die berufliche Smartphone-Nutzung nach Feierabend Folgen für den nächsten Arbeitstag: Beschäftigte reagieren sensibler auf Belastungen bei der Arbeit und erschöpfen schneller. Wer jedoch im Anschluss ans „Mobil-Bleiben“ gut schläft, spürt diesen Effekt am Folgetag kaum. Die Studie wurde im „International Journal of Environmental Research and Public Health“ veröffentlicht.

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Hirnstimulation: So wird’s gemacht

Nicht-invasive Hirnstimulation kann nicht nur Linderung bei Krankheiten verschaffen, sondern ermöglicht auch einzigartige Erkenntnisse über den Zusammenhang zwischen Nervenzellen und menschlichen Verhaltensweisen. Dennoch führen uneinheitliche wissenschaftliche Standards immer wieder zu kritischen Debatten. Die Möglichkeiten und Grenzen dieses Verfahrens diskutiert Prof. Dr. Michael A. Nitsche vom Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund mit zwei neurowissenschaftlichen Kollegen in einer aktuellen Nature Neuroscience-Publikation und gibt Empfehlungen für die Praxis.

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Schlafforschung am IfADo: Das Bewusstsein ergründen

Was ist Bewusstsein und wo entsteht es? Die Beantwortung dieser Fragen gibt Wissenschaftlern seit Jahrhunderten Rätsel auf. Im EU-Forschungsprojekt „Luminous“ (2016-2019) sollen Antworten gefunden werden. Auch Neurowissenschaftler des Leibniz-Instituts für Arbeitsforschung an der TU Dortmund (IfADo) beteiligen sich. Sie wollen untersuchen, wie Bewusstseinszustände während verschiedener Stadien im Schlaf aussehen und wie man dieses Wissen nutzen könnte, um Hirnaktivitäten mittels nicht-invasiver Stimulationsmethoden zu modulieren. Davon könnten zukünftig beispielsweise Menschen mit schweren Formen von Schlafstörungen profitieren.

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