Smarter Ratgeber: EU-Forschungsprojekt zur nachhaltigen Arbeit

Arbeiten bis 67 oder mit über 70? Die Menschen in den Industrieländern werden immer älter und in den Unternehmen steigt das Durchschnittsalter der Belegschaft. Gleichzeitig wandeln sich die beruflichen Anforderungen: Flexibilität, Arbeiten unter Zeitdruck und lebenslanges Lernen werden im digitalen Zeitalter verlangt. Diese Anforderungen können gerade für ältere Beschäftigte zur Herausforderung werden. Ziel des jetzt gestarteten EU-Forschungsprojekts „sustAGE“ ist daher die Entwicklung eines personenzentrierten, digitalen Empfehlungssystems, das die kognitive, emotionale und körperliche Leistungsfähigkeit älterer Arbeitnehmer steigern soll. Das IfADo bringt seine Expertise im Bereich der Arbeitspsychologie als einer von zehn Projektpartnern ein.

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Promotion zu mentaler Ermüdung

Seit Kurzem kann Dr. Stefan Arnau offiziell seinen Doktortitel führen. In den letzten drei Jahren am IfADo hat Arnau sich mit mentaler Ermüdung befasst. Dabei hat er untersucht, ob das Gehirn bei längeren Tätigkeiten entweder keine Ressourcen mehr zur Verfügung hat, um sich zu konzentrieren oder ob schlicht die Motivation fehlt, um fokussiert zu bleiben. Die Daten aus seinen EEG-Studien bestätigen eher letztere Vermutung: Es ist fehlende Motivation, die die Aufmerksamkeit schwinden lässt. Der Titel seiner Doktorarbeit lautet: „Electrophysiological correlates of mental fatigue and the nature of cognitive resources“. Gratulation zur Promotion!


Zeitwahrnehmung: Welchen Einfluss hat die Farbe?

Bei der Arbeit ist es wichtig, realistisch einschätzen zu können, wie lange ein bestimmter Vorgang dauert. Das gilt aber auch generell für unseren Alltag: Ohne eine akkurate Zeitwahrnehmung können wir tägliche Abläufe nur schwer bewältigen. Für wie lange wir die Dauer bestimmter Reize bewerten, hängt von vielen Faktoren ab. Forschende des Leibniz-Instituts für Arbeitsforschung und der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz haben nun untersucht, ob der Farbton eines Reizes die Zeitwahrnehmung beeinflusst. Die Ergebnisse ihrer Grundlagenforschung wurden im Nature Open-Access-Journal „Scientific Reports“ veröffentlicht.Drei Uhren (Symbolbild).

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15. Wissenschaftstag: Wie bleibt Dortmund fit im Alter?

Das Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund (IfADo) beteiligt sich mit einer Tour am 15. Dortmunder Wissenschaftstag. Am 21. November lädt das IfADo zusammen mit der Fachhochschule Dortmund in das Institut an der Ardeystraße 67 ein. Dabei geht es um die Frage, wie wir fit im Alter bleiben können. Hier finden Sie alle Details zum Programm sowie zur Anmeldung:

Probandin während der EEG Messung mit EEG-Kappe.

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Logistik: Wissenschaftsstandort Dortmund stärken

Das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML hat gemeinsam mit dem Leibniz-Institut für Arbeitsforschung (IfADo), der Technischen Universität Dortmund und weiteren Partnern das Anfang 2017 gestartete Leistungszentrum Logistik und IT und seine Arbeit offiziell vorgestellt (29. Juni). Von der Mensch-Technik-Interaktion bis zur Kognitiven Ergonomie decken die beteiligten Wissenschaftler im Zentrum alle Themenfelder ab, die die Zukunft der Logistikforschung und des Wissenschaftsstandorts Dortmund prägen werden. 

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Hirnströme messen: Mini-EEG zum Aufkleben

Eine neue Technologie soll die Messung von Hirnströmen mittels Elektroenzephalografie (EEG) vereinfachen. Bislang messen Elektroden in einer Kappe, wie aktiv das Gehirn ist – ein aufwendiger Prozess. Zukünftig könnte eine Art Elektroden-Tattoo zum Aufkleben hinters Ohr eine Alternative sein, um EEG-Messungen auch außerhalb des Labors durchzuführen. Forscher des Leibniz-Instituts für Arbeitsforschung haben untersucht, wie verlässlich dieser Ansatz schon ist. 

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Jung vs. Alt: Strategien gegen die visuelle Informationsflut

Täglich werden wir mit Unmengen an Informationen konfrontiert. Um effektiv arbeiten zu können, ist eine zielgerichtete Verarbeitung der Daten das A und O. Wie sehr wir uns dabei ablenken lassen und was im Gehirn bei der visuellen Informationssuche passiert, untersuchen Forscher des Leibniz-Instituts für Arbeitsforschung. In einer aktuellen Studie konnten sie zeigen, dass ältere Personen Probleme damit haben, irrelevante Informationen auszublenden, wenn jene den relevanten Informationen ähneln. Anders als jüngere Probanden blieben sie an den unwichtigen, aber in bestimmten Merkmalen zu den Zielinformationen identischen Fakten kleben.

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Altern und Arbeit: Geistig fit durch kognitives Training

Wer jahrelang monotoner Arbeit nachgeht, kann seine geistige Fitness schädigen. Das kann im Alter zum Problem werden und sogar das Auftreten einer Demenz begünstigen. Da die Menschen in den westlichen Industrieländern immer älter werden und damit länger arbeiten, sind Konzepte zum Erhalt der geistigen und körperlichen Leistungsfähigkeit älterer Menschen unerlässlich. Ein Ansatz zur nachhaltigen Verbesserungen von Gedächtnisleistungen sind kognitive Trainings, wie Experten des Leibniz-Instituts für Arbeitsforschung in einer Studie mit Industriearbeitern zeigen konnten, die jetzt international publiziert wurde.

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