• Instagram Icon mit Verlinkung zum Instagram-Auftritt des IfADo's
  • X-Twitter Icon mit Verlinkung zum X.com-Auftritt des IfADo's
  • Instagram Icon mit Verlinkung zum Facebook-Auftritt des IfADo's
  • YouTube Icon mit Verlinkung zum YouTube-Kanal des IfADo's
  • LinkedIn Icon mit Verlinkung zum LinkedIn-Auftritt des IfADo's
  • Mastodon Icon mit Verlinkung zum Mastodon-Auftritt des IfADo's

Neurotoxische Risiken organischer Lösungsmittel: Prof. Christoph van Thriel veröffentlicht Fachbuch

Organische Lösungsmittel sind allgegenwärtig: Sie kommen in Farben, Kosmetika, Reinigungsmitteln oder Klebstoffen zum Einsatz und sind in Industrie, Handwerk und Haushalt kaum wegzudenken. Aufgrund ihrer chemischen Eigenschaften, insbesondere ihrer Fähigkeit - andere Stoffe zu lösen - bieten sie zahlreiche Vorteile. Doch mit der breiten Anwendung gehen auch gesundheitliche Risiken einher.

Prof. Dr. Christoph van Thriel leitet am IfADo die Forschungsgruppe Neurotoxikologie und Chemosensorik.

Prof. Dr. Christoph van Thriel, Leiter der Forschungsgruppe Neurotoxikologie und Chemosensorik am Leibniz-Institut für Arbeitsforschung (IfADo) in Dortmund, gibt in seinem kürzlich erschienen Fachbuch Neurotoxicity of Solvents einen umfassenden Überblick. Das Werk aus der Reihe Advances in Neurotoxicology fasst den aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand zur neurotoxischen Wirkung organischer Lösungsmittel zusammen – sowohl in Bezug auf das zentrale Nervensystem als auch auf das Riechsystem.

„Organische Lösungsmittel können unser Nervensystem nachhaltig schädigen. Sie stehen im Verdacht, die Entstehung neurodegenerativer Erkrankungen zu begünstigen und unsere geistige Leistungsfähigkeit in den Bereichen Gedächtnis und Konzentration zu beeinträchtigen“, erklärt van Thriel. „Studien zeigen, dass beispielsweise Trichlorethylen (TCE) das Risiko für die Entwicklung einer Parkinson-Erkrankung erhöht. Auch das Riechsystem ist betroffen, da viele dieser Substanzen flüchtig sind und bereits bei Raumtemperatur verdampfen.“

Hinzu kommt eine wachsende Umweltbelastung, etwa durch den zunehmenden Einsatz von Ethanol in Kraftstoffen. Insgesamt unterstreichen die Autorinnen und Autoren des Fachbuchs die Dringlichkeit, die Forschung im Bereich der Lösungsmittel-Neurotoxikologie konsequent weiterzuentwickeln. Auch am Arbeitsplatz können organische Lösungsmittel erhebliche Gesundheitsrisiken darstellen. Ziel ist es, potenzielle Gefahren frühzeitig zu erkennen, fundiert zu bewerten und regulatorisch zu berücksichtigen – zum Schutz von Mensch und Umwelt.

Originalpublikation:
van Thriel, C. (Ed.), 2025: Neurotoxicity of Solvents. In: Advances in Neurotoxicology (Vol. 14). Elsevier Inc.
Wissenschaftlicher Kontakt:
Prof. Dr. Christoph van Thriel
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Ardeystrasse 67 Dortmund Nordrhein-Westfalen DE 44139
Presse Kontakt:
Saskia Schlesinger
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Ardeystrasse 67 Dortmund Nordrhein-Westfalen DE 44139

Zurück