Statistische Methoden für Daten in der Toxikologie: DFG verlängert Graduiertenkolleg
Das Graduiertenkolleg (GRK) 2624 „Biostatistische Methoden für hochdimensionale Daten in der Toxikologie“ wird um 4,5 Jahre verlängert. Die DFG fördert das GRK ab Oktober 2025 mit rund 4,2 Millionen Euro. Das GRK ist an die Fakultät Statistik der TU Dortmund angegliedert und bildet die Schnittstelle zwischen Toxikologie und Statistik.
Am Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund (IfADo) entstehen in mehreren Projektgruppen des Forschungsbereichs Toxikologie hochkomplexe Daten mit Informationen über Gene, Proteine oder Stoffwechselprodukte. Dabei handelt es sich beispielsweise um Omics-Daten oder Genexpressionsdaten, bei denen die Aktivität von Tausenden Genen oder Zellen gleichzeitig gemessen wird. Solche hochdimensionalen Daten bieten wertvolle Hinweise auf mögliche gesundheitliche Risiken durch chemische Stoffe – vorausgesetzt, sie können richtig ausgewertet werden.
„Hier setzt unsere Forschung an: Im Graduiertenkolleg entwickeln und implementieren wir neue Methoden, mit denen sich solche Datensätze besser analysieren lassen“, sagt GRK-Sprecher Prof. Jörg Rahnenführer (TU Dortmund). Das Graduiertenkolleg 2624 „Biostatistische Methoden für hochdimensionale Daten in der Toxikologie“ setzt sich seit 2021 zum Ziel, den genetischen Einfluss auf den Zusammenhang zwischen toxikologischer Exposition und Gesundheit besser untersucht werden. Langfristig soll dies als Basis dienen, toxikologische Risikovorhersagen zu erstellen.
In dem Kolleg betreuen Statistiker*innen der TU Dortmund, der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf sowie der Universität zu Köln Promovierende gemeinsam mit Toxikolog*innen des Leibniz-Instituts für Arbeitsforschung an der TU Dortmund (IfADo) und des Leibniz-Instituts für Umweltmedizinische Forschung (IUF) in Düsseldorf. Mit den DFG-Mitteln werden über beide Förderphasen insgesamt 30 Promotionsstellen finanziert.
Mehr Informationen: https://grk2624.statistik.tu-dortmund.de