Wie sich psychologischer Stress auf das Immunsystem auswirkt

Stress kann uns anfälliger für Infektionen oder Krebserkrankungen machen. Wie Stress das Immunsystem im Detail beeinflusst, dazu forschen Immunologinnen und Immunologen am Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund (IfADo). In einem neuen Forschungsprojekt untersuchen sie die Grundlagen, wie eine Gruppe von Botenstoffen, die bei der „Kampf-oder-Flucht-Reaktion“ des Körpers mitwirkt, die Funktion von Immunzellen beeinflusst. Das Projekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft für die kommenden drei Jahre gefördert.

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Wie sich gedankliches Abschweifen im Gehirn abbildet

Jeder schweift mit den Gedanken mal ab. Das kann aber nicht nur die eigene Leistung mindern. Bei risikoreichen Arbeiten kann es auch gefährlich sein. Forschende des Leibniz-Instituts für Arbeitsforschung an der TU Dortmund (IfADo) haben das Phänomen in einer aktuellen Studie in Zusammenarbeit mit Forschenden der Universität Heidelberg untersucht. Die Messung von Alpha-Aktivität im Gehirn ist demnach ein guter Indikator für gedankliches Abschweifen. Das Ergebnis könnte sowohl in der Forschung als auch in der Praxis genutzt werden.

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Kann die Geruchsschwelle von n-Butanol andere Geruchseffekte vorhersagen?

Für Forschung und Anwendung ist es wichtig zu wissen, ob Gerüche den Menschen belästigen. Dabei gibt es keine Apparatur, die so gut Gerüche messen kann wie die menschliche Nase. Forscherinnen und Forscher am Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund (IfADo) haben nun untersucht, wie aussagekräftig das gängige Vorgehen zur Beurteilung des Riechvermögens von Personen mittels n-Butanol ist. Sie konnten unter anderem zum ersten Mal experimentell bestätigen, dass die Geruchsschwelle für n-Butanol mit der Bewertung anderer Gerüche unter normalen Atembedingungen zusammenhängt.

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Blei im Boden: Keine Entwarnung

In der Vergangenheit wurde viel getan, um Mensch und Umwelt vor dem giftigen Schwermetall Blei zu schützen. Dennoch kann sich Blei in Ackerböden anreichern. Ob durch Bleiverunreinigungen langfristig zu hohe Bleiwerte in Böden entstehen, hat IfADo-Toxikologe Prof. Dr. Jan Hengstler zusammen mit der Beratungskommission der „Gesellschaft für Toxikologie (GT)“ nun untersucht. Mithilfe eines mathematischen Modells hat die Kommission berechnet, dass die Bleikonzentrationen in Böden ansteigen, auch wenn dies nur sehr langsam geschieht. Um gesundheitliche Gefahren zukünftiger Generationen zu minimieren, sollten daher Maßnahmen zur Bleireduktion getroffen werden.

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Übersichtsarbeit: Gleichstromstimulation bei ADHS zeigt klinische Wirkung

Wenn Kinder ständig zappeln, impulsiv und unkonzentriert sind, kann das in manchen Fällen an einer Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) liegen. Vor allem im Schulalltag wiegt diese Störung schwer und beeinträchtigt die Entwicklung der betroffenen Kinder und Jugendlichen. Hier könnte die transkranielle Gleichstromstimulation (tDCS) hilfreich sein. In einer Übersichtsarbeit hat IfADo-Forscher Ali Salehinejad gemeinsam mit Neurowissenschaftlern aus dem Iran, den Niederlanden und Italien die Ergebnisse bereits veröffentlichter Studien kritisch ausgewertet. Die Analyse ist im Journal „Neuroscience Bulletin“ erschienen.

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Übersichtsstudie zu gesundheitlichen Risiken des Frackings

Beim Fracking (Hydraulic Fracturing) wird Erdgas und Erdöl mittels eines Gemisches aus Wasser, Sand und Chemikalien aus dichtem Untergrundgestein hervor gepresst. Die Technik wird aufgrund möglicher Risiken für Mensch und Umwelt kontrovers diskutiert. Die Beratungskommission der „Gesellschaft für Toxikologie (GT)“ hat in einer aktuellen Übersichtsarbeit die Datenlage zu gesundheitlichen Gefahren für den Menschen untersucht. Auf Basis der untersuchten Literatur kommt sie zum Schluss, dass der Einsatz der Fracking-Technologie nur unter Einhaltung strikter Sicherheitsmaßnahmen möglich ist. IfADo-Direktor und Toxikologe Prof. Dr. Jan Hengstler ist Mitglied der Kommission und einer der Autoren der aktuellen Arbeit.

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Fluoridexposition in Europa: Kein Anlass zur Besorgnis

Über Trinkwasser, Lebensmittel und Zahnpflegemittel nehmen wir Fluorid auf. Während es unstrittig ist, dass das Spurenelement in adäquaten Mengen das Kariesrisiko reduziert, wird über die gesundheitlichen Risiken einer erhöhten Fluoridaufnahme aktuell diskutiert. Forschende des Leibniz-Instituts für Arbeitsforschung (IfADo) haben nun mit der Senatskommission zur gesundheitlichen Bewertung von Lebensmitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft (SKLM) Studien zur Neurotoxizität von Fluorid analysiert. Ihr Fazit: Auf Basis der untersuchten Studien besteht bei der aktuellen Fluoridexposition in Europa kein Anlass zur Besorgnis.

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„Abstandshalter“ für die Herzgesundheit

Wird das Herz stark belastet, reagiert es darauf und wächst. Das geschieht etwa bei hoher sportlicher Aktivität, insbesondere beim Ausdauersport: Das Herz wird kräftiger. Neben dieser positiven Seite des Herzwachstums gibt es aber auch eine Schattenseite: Wird das Herz durch eine Erkrankung wie Bluthochdruck dauerhaft belastet, wächst es zu stark und eine Herzschwäche kann entstehen. Ein interdisziplinäres Team der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und des Leibniz-Instituts für Analytische Wissenschaften (ISAS) hat  die Rolle extrazellulär regulierter Kinasen (ERK) bei pathologischem Herzwachstum untersucht.

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Herzaktivität beeinflusst kognitive Reaktion unter Stress

In bedrohlichen Situationen reagieren wir instinktiv und ohne lange nachzudenken – quasi automatisch. Welche Rolle dabei die Herzaktivität spielen könnte, haben Forschende des Leibniz-Instituts für Arbeitsforschung an der TU Dortmund (IfADo) nun untersucht. Hierzu wurden Schreckreize gezielt während verschiedener Phasen des Herzzyklus abgegeben. Es zeigte sich, dass automatische Reaktionen schneller ablaufen, wenn die Schreckreize gleichzeitig zum Herzschlag präsentiert wurden. Die Ergebnisse wurden im Nature-Journal „Scientific Reports“ veröffentlicht.

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Wie viel Signal braucht es, damit Immunzellen angreifen?

Natürliche Killer (NK) Zellen bilden eine erste Abwehrlinie des Körpers. Die Immunzellen können Tumorzellen abtöten, verschonen aber gesunde Zellen. Das geht nur, wenn sie die richtigen Arbeitssignale erhalten. Unklar ist bislang, wie stark ein solches Signal sein muss, um NK-Zellen zu steuern. Forschende des Leibniz-Instituts für Arbeitsforschung an der TU Dortmund (IfADo) haben nun ein System entwickelt, mit dem sie messen konnten, wie viel Signal notwendig ist. Ein solches quantitatives Vorgehen ist wichtig, um besser zu verstehen, wie NK-Zellen gegen Tumorzellen vorgehen.

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