Neues Forschungsprojekt untersucht verschiedene Krankheitsstadien der nicht-alkoholischen Fettlebererkrankung für therapeutische Schritte

In einem neuen Forschungsprojekt untersucht das Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund (IfADo) mit Partnerinstitutionen die verschiedenen Stadien einer nicht-alkoholischen Fettlebererkrankung, von einer Entzündung bis hin zur Krebsentwicklung. Das Ziel ist die Identifikation der Mechanismen, die die verschiedenen Krankheitsstadien einleiten. Darauf aufbauend sollen geeignete Zeitfenster für therapeutische Maßnahmen entwickelt werden. Gefördert wird das Projekt von der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Foto: CDC/unsplash.com

Die nicht-alkoholische Fettlebererkrankung (non-alcoholic fatty liver disease, kurz NAFLD) kann zu Fettleberentzündung (nicht alkoholische Steatohepatitis, kurz NASH), Leberzirrhose und hepatozellulärem Karzinom (HCC), einer bösartigen Erkrankung der Leber, fortschreiten. Aktuell gibt es keine anerkannten Medikamente gegen NASH, weil der Verlauf des Krankheitsprozesses noch nicht vollständig verstanden wird.

In früheren IfADo-Forschungsarbeiten wurden bereits sechs Stadien identifiziert, wie NAFLD zu HCC fortschreitet. Dazu wurden u. a. Marker im Blut identifiziert, um die unterschiedlichen Stadien erkennen zu können. Das Ziel des aktuellen Projekts besteht jetzt zum einen in der Aufklärung, welche Mechanismen den Übergang in die verschiedenen Stadien auslösen. Zum anderen sollen Zeitfenster identifiziert werden, in denen mit Medikamenten in den Krankheitsverlauf eingegriffen werden kann.

Das Stichwort „Fettleber“ wurde bis vor wenigen Jahren sofort mit Alkohol in Verbindung gebracht. Heute ist aber klar, auch die westliche Lebensweise mit Bewegungsmangel und kalorienreicher Ernährung gilt als Verursacherin einer Fettlebererkrankung, bei der sich zu viel Fett in den Leberzellen befindet. Die NAFLD ist die häufigste chronische Lebererkrankung in westlichen Industrieländern.

Beteiligte Partnerinstitutionen:

  • Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
  • Technische Universität München Klinikum rechts der Isar
  • Dr. Margarete Fischer-Bosch-Institut für Klinische Pharmakologie
Wissenschaftlicher Kontakt: 
Prof. Dr. med. Jan G. Hengstler
Leiter des Forschungsbereichs Toxikologie
Telefon: +49 231 1084-348
E-Mail: hengstler@ifado.de

Pressekontakt:
Anne Rommel
Pressereferentin
Telefon: +49 231 1084-239
E-Mail: rommel@ifado.de