Schimmelpilzforscher in Dortmund
Dortmund war vom 13. bis 15. Juni Gastgeber für den 27. Workshop der Gesellschaft
für Mykotoxinforschung. Das Institut für Arbeitsphysiologie an der
Universität Dortmund (IfADo) organisierte
diese internationale Tagung im Kongresszentrum der Westfalenhallen. Über
200 internationale Forscher diskutierten in Fachvorträgen und Postern auf
höchstem Niveau die aktuellen Ergebnisse der Forschung auf allen Gebieten
der Schimmelpilzgifte.
Einen Höhepunkt stellte am Dienstag, dem 14. Juni, der Gesellschaftsabend
im Rathaus dar. Unter dem Motto "Wissenschaft findet Stadt" bot
die Bürgerhalle den feierlichen Rahmen für die Festveranstaltung.
Im Namen der Stadt begrüßte Stadtrat Siegfried Pogadl die internationalen
Forscher im Ruhrgebiet, der Rektor der Fachhochschule, Herr Prof. Dr. Eberhard
Menzel sprach für das lokale Wissenschaftsnetzwerk "Windo –
Wissenschaft in Dortmund" das Grußwort. Karl Meise als Präsident
der Landwirtschaftskammer NRW unterstrich die Bedeutung der Forschung an Schimmelpilzgiften
speziell auch für den Verbraucher.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand dann die Verleihung des "Münchner
Mykotoxin-Stipendiums". Es dient der Förderung von jungen Wissenschaftlern
für Forschungs- oder Fortbildungsaufenthalte auf den Arbeitsgebieten der
Mykotoxinologie und Mikroökologie.
In diesem Jahr wurde der Preis in Höhe von 10.000 Euro auf zwei Preisträgerinnen
aufgeteilt: Die eine Hälfte geht an Frau Sylvia Riedel, die an der Universität
Münster in der Lebensmittelchemie promoviert. Da sie bereits in Südafrika
über die krebserzeugende Wirkung bestimmter Schimmelpilzgifte forscht,
nahm Professor Dr. Hans-Ulrich Humpf den Preis stellvertretend entgegen. Die
andere Hälfte des Preisgeldes erhielt Frau Dr. Angela Mally aus Würzburg.
Die Toxikologin wird das Stipendium nutzen, um ihre Untersuchungen zur erbgutverändernden
Wirkung von Ochratoxin A an der Universität Tuscia in Italien fortzuführen.
Bei der Preisverleihung war auch die Stifterin, Frau Prof. Dr. Brigitte Gedek,
anwesend.
Die interdisziplinäre Tagung nahm sich verschiedener Aspekte der Forschung
zu Schimmelpilzgiften an: Von der Analytik der Schimmelpilzgifte über Vorkommen
und gesundheitliche Bedeutung für Mensch und Tier bis hin zu eher praktischen
Fragen, die sich daraus für Getreidebau und landwirtschaftliche Erzeuger
ergeben. Diese Themenvielfalt bündelte sich zum Leitgedanken des "Integrativen
Gesundheitsschutzes".
Der Workshop ist im internationalen Vergleich die wohl größte Tagung
zur Mykotoxinforschung.
Der erste Vorsitzende Gesellschaft für Mykotoxinforschung, Prof. Dr. Manfred
Gareis, gratuliert der Preisträgerin Dr. Angela Mally.
Eine
angenehme Arbeitsatmosphäre bot sich den Teilnehmern im Goldsaal des Kongresszentrums
der Westfalenhallen. Vorn die beiden Hauptorganisatorinnen vom IfADo:
Frau Prof. Dr. Dr. Gisela Degen (l.) und Dr. Birgit Arnold-Schulz-Gahmen (r.).
Im
Namen der Stadt Dortmund begrüßte Stadtrat Siegfried Pogadl die internationalen
Forscher im Ruhrgebiet.
Pressekontakt IfADo:
Dr. rer. nat. Dietmar Gude,
, 0231-1084-303
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