17. Februar 2005 Nicht nur leiser, sondern schöner
IfADo-Forscher analysieren störende Geräusche im Fluglärm
Himmlische Ruhe - davon träumen nicht nur Menschen, die an Flughäfen wohnen. Verkehrslärm ist heute praktisch überall ein großes Problem, das mit steigender Mobilität unserer Gesellschaft noch weiter zunehmen wird.
Noch
störender als Schienen- oder Straßengeräusche wirkt allerdings
Fluglärm, stellte das Team um Frau Prof. Dr. med. Barbara Griefahn vom
Institut für Arbeitsphysiologie an der Universität Dortmund (IfADo)
fest. Wenn ein Flugzeug über ein Haus donnert, verstehen die Bewohner ihr
eigenes Wort nicht mehr. Gerade diese Kommunikationsstörung beurteilen
die Betroffenen als besonders lästig. Noch schlimmer wirkt sich die Lärmstörung
aber bei einseitiger Kommunikation aus: Wenn die Nachrichtensprecherin im Fernsehen
übertönt wird, kann man nicht nachfragen, die Information geht verloren.
Neben einer deutlichen Pegelreduzierung setzen sich die Wissenschaftler dafür
ein, den Klang für das menschliche Ohr angenehmer zu gestalten. "Geräusch-Design"
nennt sich die Kunst, Geräusche zu "verschönern". Ehe aber
Akustiker den Schall verbessern können, den Flugzeuge beim Starten und
Landen verursachen, muss festgestellt werden, was genau denn die unangenehmen
Komponenten dieses Lärms sind.
Erst wenn identifiziert ist, welche Töne besonders unangenehm sind, können
Techniker und Ingenieure die technischen Quellen dieser Teilgeräusche auf
technischer Ebene identifizieren und versuchen, diese zu vermeiden oder zumindest
zu verringern.
Im Verbund mit Forschungseinrichtungen in acht weiteren europäischen Ländern will Prof. Griefahn in Versuchen herausfinden, welche Anteile von Flugverkehrsgeräuschen als unangenehm empfunden werden und bei künftigen Konstruktionen von Flugzeugen unterdrückt werden sollten. Damit wir dem Ziel näher kommen - himmlischer Ruhe.
Weil die Empfindlichkeit von Mensch zu Mensch unterschiedlich ist, sucht das IfADo Personen im Alter zwischen 20 und 60 Jahren, die an der Untersuchung mitwirken möchten. Die Teilnahme an vier Terminen dauert jeweils ca. 90 Minuten und wird mit einer Aufwandsentschädigung vergolten.
Informationen zu den Versuchen und zur Anmeldung erhalten Sie bei Frau Schoofs
oder Frau Maziul unter den Telefonnummern 0231-1084-249 oder 0231-1084-226
oder per E-Mail unter .
Pressekontakt IfADo:
Dr. rer. nat. Dietmar Gude,
, 0231-1084-303
Um ein Belegexemplar wird gebeten !