23. November 2004 Verkehrslärm vermindert den Tiefschlaf und senkt die Reaktionsfähigkeit
Auszeichnung für Nachwuchswissenschaftlerin
Auf dem 8. Nachwuchssymposium des Forums Arbeitsphysiologie am 21. November
in Rostock wurde die Diplom-Psychologin Anke Marks für ihren Vortrag über
"Die Beziehung zwischen elektrophysiologischen Schlafparametern und kognitiver
Leistung" mit dem ersten Preis ausgezeichnet.
Am Institut für Arbeitsphysiologie an der Universität Dortmund untersuchte
sie in der Arbeitsgruppe von Professor Barbara Griefahn, ob moderate Schlafstörungen
zu Leistungseinbußen führen. Dazu wurden bei insgesamt 24 Probanden
im Schlaflabor über drei Wochen hinweg die Herz- und Hirnströme aufgezeichnet.
Während der Nächte waren die Probanden Straßen-, Schienen- und
Luftverkehrsgeräuschen in unterschiedlichen Lautstärken ausgesetzt.
Unmittelbar nach dem Aufstehen unterzogen sich die Versuchspersonen Leistungsaufgaben.
Das Ergebnis war erstaunlich: Nach lauten Nächten war die Fehlerrate nicht
höher als nach Ruhenächten. Aber: Die verspätete und verkürzte
Tiefschlafphase geht zu Lasten der Reaktionszeit, die Probanden brauchten längere
Zeit, um die Aufgaben richtig zu lösen. Das wiederum findet Frau Marks
bedenklich, "denn für viele ist das Auto der erste Arbeitsplatz des
Tages, und genau hier kann eine schnelle Reaktionsfähigkeit (über-)lebenswichtig
sein."
Diplom-Psychologin Anke Marks wurde für ihren Vortrag über
"Die Beziehung zwischen elektrophysiologischen Schlafparametern und kognitiver
Leistung" mit dem ersten Preis ausgezeichnet.
Pressekontakt IfADo:
Dr. rer. nat. Dietmar Gude,
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