1. September 2004 Gastwissenschaftler aus aller Welt
Ihren Urlaub verbringen die Deutschen am liebsten im eigenen Land. Nach Deutschland zieht es aber auch ausländische Wissenschaftler - und zwar zum Arbeiten. Am Institut für Arbeitsphysiologie (IfADo) geht es in der Urlaubszeit international zu: Von Juli bis September forschen ein Psychologe aus Israel und eine türkische Pharmazeutin in Dortmund, ein ganzes Jahr bleibt eine Kollegin aus Venezuela.

Dr. Michael Wagner untersucht das räumliche Sehen.
Langjährige Verbindungen zum IfADo münden für Dr. Michael Wagner nun in eine konkrete Forschungskooperation. Kurz vor seinem Tod hatte Professor Cavonius diese Zusammenarbeit initiiert. "Dieses Testament können wir nun endlich erfüllen", freut sich der israelische Wissenschaftler. Professor Wagner erforscht das beidäugige Sehen im realen und virtuellen Raum. Zusammen mit dem Dortmunder Kollegen und Freund Dr. Walter Ehrenstein studiert er hier die Rolle, die das jeweils dominante Auges bei der räumlichen Wahrnehmung spielt. Sein Aufenthalt wird von der Heinrich-Hertz-Stiftung in Düsseldorf unterstützt, weitere gemeinsame Projekte sind schon bewilligt.
Dr. Ülkü Undeger, ist Forschungsassistentin an der Hacettepe-Universität in der Türkei. Sie nutzt bereits bestehende Kontakte zwischen ihrem Heimatinstitut und dem IfADo, um in der Gruppe von Professor Gisela Degen neue Methoden zu erlernen. Sie interessiert sich besonders für erbgutschädigende Stoffe und individuelle Empfindlichkeiten, zum Beispiel gegenüber Lungenkrebs. Arbeitsphysiologische Erfahrungen bringt die Türkin bereits aus ihrer Promotion mit, für die sie an DNA-Schädigungen bei Pestizid-Arbeitern forschte.

Dr. Ülkü Undeger und Dr. Miriam Greaves eignen sich
am IfADo neue Methoden an.
Neue Methoden will sich auch Dr. Miriam Greaves aus Venezuela am IfADo aneignen. Die Ärztin und Pharmakologin von der Universität Caracas wird auf den Gebieten der molekularen Epidemiologie und dem Stoffwechsel von Medikamenten arbeiten und damit die Arbeitsgruppe von Professor Hermann Bolt unterstützen.
Pressekontakt IfADo:
Dr. rer. nat. Dietmar Gude,
, 0231-1084-303
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