1. Juli 2003
Was
uns an die Nerven geht !
Dortmunder Team holt die Neurotoxikologen aus aller Welt zum Austausch zusammen
Konzo, eine bisher wenig bekannte Erkrankung des Nervensystems, war eines der
herausragenden Themen des 9. Kongresses der Internationalen Neurotoxikologie
Gesellschaft in Dresden. Es wurde bekannt, dass Hunger in einigen Gebieten Afrikas
dazu führt, die Wurzelknollen der Cassava-Pflanze ohne ausreichende Trocknung
zu essen. Folge davon können dauerhafte Schädigungen der Bewegungskoordination
und im Sehsystem des Menschen sein. Gegenüber diesen Erkrankungen mit Konsequenzen
für Tausende von hungernden Menschen waren andere Themen des Kongresses
weniger spektakulär, aber nicht weniger interessant. Zum Beispiel wurden
mögliche Minderungen des Hörens oder Sehens nach Umgang mit Lösungsmitteln
sowie Risiken nach einseitiger Ernährung mit bestimmten Fischen diskutiert.
Es wurde deutlich, dass in hoch entwickelten Ländern die Sorge um mögliche Schädigungen durch Umwelteinwirkungen weit verbreitet ist. Die wirklichen Gesundheitsrisiken hingegen sind oftmals gering.
Der
Kongress wurde von der Arbeitsgruppe Verhaltenstoxikologie des Institutes für
Arbeitsphysiologie an der Universität Dortmund organisiert. Prof. Dr. Andreas
Seeber, Leiter des Organisationskomitees, zog Bilanz: "Nicht allein die
exzellenten Beiträge führender Fachvertreter, sondern die aktive Teilnahme
vieler junger Wissenschaftler oder Studenten aus Südamerika, Afrika und
Asien brachten diesem Kongress den Flair des Besonderen". Dr. Christoph
van Thriel, Mitarbeiter im Organisationsstab, fügte hinzu: "In mehr
als 130 Präsentationen aus 34 Ländern wurde die stürmische Entwicklung
der Neurotoxikologie deutlich. Neue internationale Kooperationen zwischen Arbeitsgruppen
wurden vereinbart."
Pressekontakt IfADo:
Dr. rer. nat. Dietmar Gude,
, 0231-1084-303
Fachlicher Kontakt:
Prof. Dr. Andreas Seeber, Tel.: 0231 / 1084-323, e-mail:
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