16. Juni 2003
Risikokommission legt 10-Punkte-Programm zur Reform der Regulierungspraxis
für umweltbezogene Gesundheitsrisiken vor
Effektiverer Umgang mit Gesundheitsrisiken und größere Beteiligung
der Öffentlichkeit gefordert
Die am
Institut für Arbeitsphysiologie forschende Professorin Dr. Dr. Gisela Degen
ist Mitglied der 19-köpfigen Risikokommission. Diese Kommission wurde im
Jahr 2000 vom Bundesumweltminister und der Bundesgesundheitsministerin eingesetzt.
Hintergrund war ein manchmal widersprüchlicher und nicht immer nachvollziehbaren
Umgang mit umweltbezogenen Gesundheitsrisiken in Deutschland - beispielsweise
beim Nachweis von Schadstoffbelastungen in öffentlichen Gebäuden.
Die Kommission übergab Anfang des Monats ihr 10-Punkte-umfassendes Reformprogramm
sowie den Abschlussbericht an Gesundheitsministerin Ulla Schmidt und Umweltminister
Jürgen Trittin (vgl. Pressemitteilung der Risikokommission vom 6. Juni
2003 - s.u.). Darin wird u.a. eine klare Trennung zwischen wissenschaftlicher
Analyse und politischer Bewertung sowie transparente Vorgehensweise bei der
Abschätzung von Risiken und Entscheidungen über Maßnahmen gefordert.
Gisela Degen legt besonderen Wert auf die angestrebte "Risikomündigkeit".
"Die Öffentlichkeit soll durch ausreichende Informationen und Beteiligungsmöglichkeiten
in die Lage versetzt werden, das persönliche Risiko besser einschätzen
zu können", so die Dortmunder Toxikologin.
Ende Juni werden die Ergebnisse der dreijährigen Arbeit im Rahmen des Welt-Risiko-Kongresses
in Brüssel einem internationalen Publikum vorgestellt.
Pressekontakt IfADo:
Dr. rer. nat. Dietmar Gude,
, 0231-1084-303
Fachlicher Kontakt:
Prof. Dr. Dr. Gisela Degen, Tel.: 0231 / 1084-351, e-mail:
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