Die Forschung am IfADo orientiert sich an den
Anforderungen aus der Arbeitswelt. Aus diesen lassen sich folgende Kernthemen
ableiten, denen in der Arbeit des Instituts besondere Bedeutung zugemessen
werden:
Viele moderne Arbeitsplätze erfordern die Interaktion mit technischen
Geräten. Diese sind oft nicht den Fähigkeiten und Bedürfnissen des Benutzers
angepasst.
Am IfADo werden Wege aufgezeigt, wie man diese
Arbeitsplätze im Sinne des Benutzers verbessern kann. Im Fokus der Forschung
stehen der Informationsarbeitsplatz im Büro, aber auch das Fahrzeugcockpit oder
Überwachungsarbeitsplätze. Spezifische Inhalte dabei sind:
Viele Fähigkeiten ändern sich über die Lebensspanne. Auf dem Hintergrund der gesamtgesellschaftlichen demografischen Entwicklung muss festgehalten werden, dass Veränderungen mit zunehmendem Alter nicht immer Defizite darstellen und dass diese nicht unveränderbar sind. Aufgrund der Notwendigkeit, ältere Menschen bei möglichst hoher Lebensqualität effizient in den Arbeitsprozess einzugliedern, untersucht das IfADo unter anderem:
Eine Vielzahl an Faktoren, die moderner Arbeit inhärent sind, kann sowohl Leistung aber auch das Wohlbefinden nachhaltig beeinträchtigen. Im Gegensatz zu z. B. muskulärer Ermüdung bei schwerer körperlicher Arbeit, ist das Erkennen der Auswirkungen dieser Einflussfaktoren oft weder vom Beobachter noch vom Betroffenen selbst einfach zu erkennen. Das IfADo sieht es als Teil seiner Aufgabe, diese Faktoren zu identifizieren und in ihrer Bedeutung zu evaluieren. Dazu gehören:
In der modernen Arbeitswelt kann auf Chemikalien, darunter auch zahlreiche
Gefahrstoffe, nicht verzichtet werden. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit,
toxische Eigenschaften von Arbeitsstoffen frühzeitig zu erkennen und
Expositions-abhängige Risiken zu beurteilen. Dazu sind genaue Kenntnisse über
die Wirkmechanismen von Chemikalien und deren gesundheitsrelevante Effekte
erforderlich, auch unter Beachtung interindividueller Unterschiede in der
Empfindlichkeit.
Am IfADo wird die Wirkung chemischer
Arbeitsstoffe auf unterschiedliche Endpunkte und auf verschiedenen Ebenen
untersucht. Die wesentlichen Endpunkte sind:
Toxikologische Forschung der Projektgruppen ist eng mit arbeitsmedizinischen Fragestellungen (ZE Klinische Arbeitsmedizin) und Analysen zur Chemikalien-Exposition (ZE Analytische Chemie) verknüpft. Mitarbeit von Wissenschaftlern des IfADo in nationalen und supranationalen Gremien, die Empfehlungen für Normen und Grenzwerte von Gefahrstoffen erarbeiten (AGS, MAK, SCOEL), sichert einen schnellen Transfer von neuen Informationen in die regulatorische Umsetzung.
Der arbeitende Mensch in technischen Umgebungen
Herausforderung Arbeit und Altern
Äußere und innere Faktoren für Wohlbefinden und Leistung bei der Arbeit
Sicherer Umgang mit Chemikalien in modernen Arbeitsumwelten
"Theoria cum Praxi:Wissenschaft zum Nutzen und Wohl der Menschen"
Ganz getreu dem Wissenschaftsmotto von Gottfried Wilhelm Leibniz, dem Universalgelehrten des 17. Jahrhunderts und Namensgeber unserer übergeordneten Wissenschaftsorganisation (Leibniz-Gemeinschaft) - "theoria cum praxi" - ist auch für uns die Grundidee und der Forschungsmotor die enge Verbindung von Theorie (d. h. die wissenschaftlich-arbeitsphysiologische anwendungsorientierte Grundlagenforschung) und Praxis (d. h. die direkte Übertragung der Erkenntnisse in die praktische Arbeitswelt).
Für
das Institut wurde aktuell die zweite Phase des Drittmittelprojektes zur „Verstetigung
der Verwertungskonzepte in den lebenswissenschaftlichen Instituten der WGL“
vom BMBF erteilt
(Laufzeit 2009 bis März 2012). (mehr...)