Bei Alterssichtigkeit ermöglichen Gleitsicht-Brillengläser ein scharfes
Sehen übergangslos zwischen dem Blick in Ferne und Nähe. Dies ist
eine komfortable Lösung für viele Sehsituationen, z. B. Autofahren,
Lesen und Schreiben. Eine solche Universal-Gleitsichtbrille ist aber dann nicht
hilfreich, wenn bei Bildschirmarbeit der Monitor relativ hoch aufgestellt ist,
so dass man den Kopf nach hinten neigen muss, um den Bildschirm scharf zu sehen.
Dies verursacht unmittelbar Anspannungen und langfristig Schmerzen im Nackenbereich.
Es gibt zwei ergonomische Lösungen |
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| Spezielle Gleitsicht-Bildschirmbrille | Universal-Gleitsichtbrille | ||
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| Man kann den Monitor unverändert stehen
lassen und bei Bildschirmarbeit eine spezielle Gleitsichtbrille tragen,
die einen scharfen Blick auf den Bildschirm erlaubt. Beim Blick in die Ferne
sieht man dann aus optischen Gründen allerdings unscharf und kann mit
einer speziellen Bildschirmbrille daher nicht Autofahren. Allerdings haben spezielle Gleitsichtbrillen für den Bildschirmarbeitsplatz den Vorteil einer breiteren Zone des scharfen Sehens im Vergleich zu Universal-Gleitsichtbrillen; somit sieht man auf dem Bildschirm einen größeren Bereich scharf. Spezielle Brillen für Bildschirmarbeit haben den Nachteil, dass man die Brille wechseln muss: man braucht evtl. verschiedene Brillen bei der Bildschirmarbeit und beim Blick in die Ferne. |
Man kann man seine Universal-Gleitsichtbrille
auch am Bildschirm benutzen, wenn man den Bildschirm niedrig aufstellt und
nach hinten neigt; günstig ist eine Bildschirmmitte im Bereich 25 -
45 cm unterhalb der Augen. Dann ist der Bildschirm im Bereich des scharfen
Sehens bei komfortabler Kopfhaltung. Wenn man so ohne Nackenbeschwerden gut sehen kann, dann ist dies eine günstige ergonomische Lösung: man kommt mit ein und derselben Gleitsichtbrille in allen Sehsituation zurecht: beim Autofahren, beim Lesen und bei Bildschirmarbeit. Allerdings ist die Zone des scharfen Sehens schmaler als bei speziellen Gleitsichtbrillen Außerdem braucht man flexibel aufstellbare Monitore und muss störende Reflexionen von Deckenleuchten vermeiden.
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| Entscheidend ist, dass bei der Wahl der geeigneten Lösung die jeweiligen Vor- und Nachteile abzuwägen sind, und zwar unter Berücksichtigung der individuellen physiologischen Dispositionen und der Erfordernisse der jeweiligen Arbeitsaufgabe. | |||
| Erläuterung des optischen Aufbaus eines Gleitsichtglases |
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| Schema eines Gleitsichtglases
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In der vertikalen Progressionszone ist scharfes Sehen übergangslos zwischen Ferne und Nähe möglich; im grau markierten Bereich sieht man unscharf. Je breiter die Progressionszone, um so größere Bereiche kann man in horizontaler Richtung scharf sehen. Gleitsichtbrillen können sich in der Breite der Progressionszone unterscheiden. | ||
Diese Anleitung ist das Ergebnis folgender wissenschaftlicher Untersuchung:
veröffentlicht in Zbl. Arbeitsmed 58 (2008) 172-180. Das Adobe PDF-Dokument wurde freundlicherweise vom Haefner-Verlag zur Verfügung gestellt und freigegeben.
Leibniz-Institut für Arbeitsforschung
Dr. Wolfgang Jaschinski
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Welche Gleitsichtbrille am Bildschirm?
Beratungskonzept für den Bildschirmarbeitsplatz
Das 18. Jahrestreffen des "Arbeitskreises Ophthalmische Optik" wurde von der Projektgruppe "Individuelle Sehleistungen" des IfADo im Haus Villigst in Schwerte ausgerichtet (23.-25.10.2009). (mehr...)