Dieses Thema ist in der visuellen Ergonomie aktuell von Bedeutung, denn laut www.inqa-büro.de wird die ergonomische Mängelliste an Bildschirmarbeitsplätzen angeführt von Problemen mit der richtigen Höhenpositionierung der Monitore. Dies ist besonders bei alterssichtigen Arbeitnehmern/innen mit Universal-Gleitsichtbrillen oder -bifokalbrillen von Bedeutung, bei denen zu hoch aufgestellte Bildschirme oft nur scharf gesehen werden können, wenn man den Kopf nach hinten neigt: Diese Zwangshaltung ruft auf Dauer Nacken- und Rückenschmerzen hervor.
In einer ersten Studie bestimmten wir bei alterssichtigen Probanden den Bereich des scharfen Sehens, während sie eine bequeme Kopfhaltung einnahmen. Messungen des Akkommodationsnahpunktes bei verschiedenen vertikalen Augenneigungen zeigten, dass man mit Universal-Gleitsichtbrillen sowohl in der Ferne scharf sieht als auch bei Büroarbeit den Bildschirm mit komfortabler Kopfhaltung scharf sehen kann, vorausgesetzt ein Flachbildschirm wird tiefer aufgestellt und stärker nach hinten geneigt als üblich.Wenn Benutzer dies für Augen und Nacken angenehm empfinden, erübrigt sich somit eine spezielle Bildschirmarbeitsplatzbrille.