
Die Projektgruppe untersucht die Wirkungen des Klimas und des Lärms am
Arbeitsplatz und in der außerberuflichen Umwelt. Der Projektbereich 'Thermophysiologie'
konzentriert sich auf die Entstehung und Wirkung thermisch belastender Mikroklimate
in Schutzkleidungen, die gelegentlich oder arbeitstäglich zum Schutz vor
schädlichen mechanischen, thermischen, biologischen und chemischen Einwirkungen
getragen werden und den Wärmeaustausch des Organismus mit seiner Umgebung
behindern. Ziel aktueller Arbeiten ist die Entwicklung von Modellen, die den
Wärme- und den Feuchtetransfer beschreiben. Diese Modelle werden u. a. integriert
in ein umfassendes Klimabewertungsmaß, den 'Universal Thermal Climate
Index' (UTCI), der auch die hier erarbeiteten Akklimatisierungsverläufe
berücksichtigt.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Wirkung des Lärms. Mit der Umsetzung der
Umgebungslärmrichtlinie 2002/49/EG, die auf ein hohes Gesundheits- und
Umweltschutzniveau abzielt, werden interdisziplinäre und multizentrische
Projekte mit dem Ziel einer umfassenden Lärmminderung gefördert, in
denen das IfADo mit Verfahren der Psychophysik sowie des Geräuschdesigns
folgende Fragestellungen bearbeitet:
Aus den Ergebnissen sind konkrete Vorgaben für die technische und operationelle
Lärmreduktion abzuleiten.
Das mittelfristig angelegte, anwendungs- und grundlagenorientierte Projekt ist
in die Kernbereiche Arbeitsmedizin, Arbeitspsychologie und Ergonomie eingebettet
und mit den Projektgruppen "Chronobiologie",
"Flexible Verhaltenssteuerung",
"Altern und ZNS-Veränderungen"
und "Verhaltenstoxikologie und Chemosensorik"
vernetzt.
Wissenschaftliche Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen
Aktuelle Forschung
Projektbereich
"Thermophysiologische Aspekte der Arbeit"
(Peter Bröde, Barbara Griefahn, Martin Schütte)
Die Interaktion von körperlicher Arbeit und klimatischen Belastungen
mit speziellen Bekleidungen, die zum Schutz vor Gefährdungen getragen
werden und den Wärmeaustausch des Organismus mit seiner Umgebung behindern,
erzeugt thermisch belastende Mikroklimate. Ziel der gegenwärtigen Arbeiten
ist die Entwicklung von Modellen, die den Wärme- und den Feuchtetransfer
durch Schutzkleidung beschreiben und in die Bewertung der physiologischen
Beanspruchung und des thermischen Komforts sowie in ein umfassendes Klimabewertungsmaß
(UTCI) integriert werden.
Forschungsinitiative
"Lästigkeit sensorisch vermittelter Umweltreize"
(Barbara Griefahn, Christoph van Thriel) (PG:
Chronobiologie; PG:
Physikalische Einwirkungen; PG:
Verhaltenstoxikologie und Chemosensorik)
Physikalische und chemische Einwirkungen aus der Umwelt beinhalten vielfach
die sensorische Ursache für das Erleben von Lästigkeit oder, bei
langfristigen Einwirkungen, einen Zustand der Belästigung. In der Ende
2005 ins Leben gerufenen Forschungsinitiative soll die Lästigkeit durch
Lärm und Gerüche vergleichend untersucht und in einem perzeptuell-kognitiven
Modell modalitätsspezifische und unspezifische Moderatoren der erlebten
Lästigkeit identifiziert werden. (mehr
...)
Experimentelle Möglichkeiten
Aktuelle Drittmittel
Kooperationspartner /Vernetzung
1. DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin, Köln, Dr. med. Mathias
Basner
2. KUEI, Kath. Universität Eichstätt-Ingolstadt, Umwelt- und Gesundheitspsychologie
Univ.-Prof. Dr. Jürgen Hellbrück
3. LMRTE, Laboratoire Mobilités Réseaux Territoires et Environnements
de L'Université de Cergy Pontoise (F), Catherine Lavandier
4. SNCF, La Société Nationale des Chemins de Fer (F), Pierre-Etienne
Gautier
5. Loughborough University of Technology (UK), Department of Human Sciences
Prof. George Havenith
6. Bergische Universität Wuppertal, Fachbereich D, Fachgebiet Arbeitsphysiologie,
Arbeitsmedizin und Infektionsschutz, PD Dr. Bernhard Kampmann
7. Lund University (S), Department of Design Sciences, EAT, Prof. Ingvar Holmér,
Dr. Kalev Kuklane
8. Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Meteorologisches Institut, Prof.
Gerd Jendritzky
9. Universität Stuttgart, Institut für Baustofflehre, Bauphysik, Technischen
Ausbau und Entwerfen, Institute for Building Technology and Design, Dr. Dusan
Fiala
10. EMPA, Swiss Federal Laboratories for Materials Testing and Research, St
Gallen (CH), Dr. Mark Richards

Die Gesellschaft für Arbeitswissenschaft (GfA) hat den "Best Paper Award 2008 - Praxis" für die Veröffentlichung "Heat transfer through protective clothing under symmetric and asymmetric long wave thermal radiation" an den Erstautor Peter Bröde (in: Kurt Landau (Hrsg.), Zeitschrift für Arbeitswissenschaft 2008, Heft 4, Seiten 267-276) zusammen mit den Koautoren (Kalev Kuklane, Victor Candas, Emiel den Hartogg, Barbara Griefahn, Ingvar Holmer, Harriet Meinander, Wolfgang Nocker, Marc Richards und George Havenith) im Rahmen der GfA-Frühjahrstagung am 05.03.2009 verliehen. (mehr...)