Mit der Umsetzung der Umgebungslärmrichtlinie 2002/49/EG, die auf ein hohes Gesundheits- und Umweltschutzniveau abzielt, werden entsprechende Forschungsvorhaben schwerpunktmäßig auf Länder-, Bundes- und EU-Ebene gefördert. Deren Ziel ist letztlich die umfassende Reduktion des Lärms durch technische Maßnahmen an der Quelle, also dem einzelnen Verkehrsmittel sowie durch operationale Maßnahmen im Rahmen der Verkehrslenkung (Verkehrsmanagement) und schließlich administrativer Vorgaben. Aufgabe der Lärmwirkungsforschung ist es, entsprechende Vorgaben zu erarbeiten und deren Umsetzung zu bewerten. Das IfADo ist eingebunden in interdisziplinäre und multizentrische Projekte, an deren Konzeption es maßgeblich beteiligt war und in denen es eine führende Rolle spielt. Dies sind derzeit:
Unter dem Aspekt von Leistung, Befinden und physiologischen Reaktionen werden am IfADo die Wirkungen einzelner und aus mehreren Quellen resultierender Geräuschszenarien unterschiedlicher Verkehrsdichte und zeitlicher Strukturen über mehrere Stunden, teilweise über ganze Arbeitsschichten untersucht. Dabei werden vornehmlich das Arbeitsgedächtnis stark beanspruchende Leistungstests eingesetzt und als Indikatoren der physiologischen Beanspruchung kardiovaskuläre und endokrine Reaktionen erfasst.