Bei den sensorischen Funktionen wird schwerpunktmäßig die räumliche
Schallwahrnehmung untersucht, z.B. welche Hirnareale an der auditiven Raumwahrnehmung
beteiligt sind und inwieweit die Ausrichtung der Augen die Verarbeitung auditiver
Rauminformation beeinflusst. Hierzu werden verschiedene neurowissenschaftliche
Methoden eingesetzt, nämlich ereigniskorrelierte Potenziale (EKP), Transkranielle
Magnet- und Gleichstrom-Stimulation (TMS und TDCS), sowie in Kooperation mit der
Uni Tübingen funktionelle Magnetresonanztomografie (fMRT). Ein weiterer wichtiger
Bereich ist die Wahrnehmung von bewegten Schallquellen im Raum, die v.a. für
die Verkehrsteilnahme wichtig ist. Bei den kognitiven Funktionen werden v.a. sog.
exekutive Kontrollfunktionen mit EKP-Methodik untersucht. Die von uns fokussierten
Kernfunktionen sind Reaktions-Inhibition, Aufgabenwechsel und Fehlerverarbeitung.