Angewandte Alternsforschung
Ältere verursachen zwar nicht mehr Unfälle als junge Fahrer, sie haben aber offenbar Probleme in bestimmten Fahrsituationen, die sie daher gern vermeiden oder die zu Beinahe-Unfällen führen. Hier wird untersucht, inwieweit die Veränderung kognitiver Funktionen, v.a. der Kontrollfunktionen (s. o.) eine Voraussage für die Fahreignung erlauben und inwieweit Zusatzinformationen durch Fahrerassistenz-Systeme zu einer Entlastung oder eher zu einer Überlastung älterer Fahrer führen können. Des Weiteren wird in diesem Forschungsstrang die Frage nach dem Nutzen von personenbezogenen Trainingsprogrammen und umweltbezogenen Kompensationsmaßnahmen für Ältere untersucht. In den USA gibt es dazu seit mehr als 10 Jahren erhebliche Forschungsaktivitäten, in Europa bzw. Deutschland jedoch kaum. Neben verhaltensbezogenen Methoden sollen auch EKP-Methoden für die Evaluation der geplanten Trainings- und Kompensationsmaßnahmen genutzt werden.