Veränderungen kognitiver Prozesse im Alter und bei ZNS-Erkrankungen
Altersbedingte Veränderungen zeigen sich vor allem bei Gedächtnisprozessen
und bei den sogenannten exekutiven Kontrollprozessen, wie Aufmerksamkeit, Reaktionshemmung
und Handlungsüberwachung. Neuere Studien legen nahe, dass sogar ein Teil
der Gedächtnisprobleme Älterer durch exekutive Störungen zustande
kommen.
Frau Dr. Wild-Wall, Herr Hoffmann und Dr. Falkenstein untersuchen vorwiegend
gesunde Ältere im Vergleich zu jungen Probanden; hier werden die zentralen
altersrelevanten Themen exekutive Funktionen, Lernen und Gedächtnis bearbeitet.
Frau Willemssen untersucht sensorische, kognitive und zentral-motorische Defizite
bei Patienten mit Parkinson’scher Erkrankung im Vergleich zu gleichaltrigen
Gesunden. Diese Versuche werden in Kooperation mit der Universität Bochum
und dem Klinikum Dortmund durchgeführt.
Dr. Lewald betreibt Untersuchungen zu den Themen räumliches Hören,
auditive Bewegungswahrnehmung und auditiv-visuelle Integration bei Gesunden
jüngeren und älteren Probanden und verschiedenen Patientengruppen
(z.B. Parkinson-Patienten). Diese Versuche werden in Kooperation mit der Universität
Bochum und dem Klinikum Aachen durchgeführt.
Prof. Hohnsbein und sein bulgarischer Kooperationspartner Prof. Mateeff von
der bulgarischen Akademie der Wissenschaften Sofia untersuchen die Mechanismen
der Detektion und Diskrimination von Geschwindigkeitsänderungen visueller
Objekte bei verschiedenen Altersgruppen.
Die Aufdeckung von ZNS-Veränderungen im Bereich sensorischer, kognitiven
und motorischen Veränderungen bei Älteren oder Patienten sind zum
einen wichtig für die gerontologische Grundlagenforschung, zum anderen
haben sie erhebliche Implikationen für die Verkehrssicherheit und bei der
Arbeitsplatzgestaltung für diese Gruppen.