Die Forschung des IfADo ist gleichzeitig in Praxis und Wissenschaft verankert. Das führt zu Forschungsansätzen mit unterschiedlicher Nähe zur Umsetzung bzw. Anwendung:
- Primär grundlagenorientiert ist beispielsweise die Untersuchung arbeitsrelevanter physiologischer Prozesse. Besondere Kompetenzen des IfADo umfassen die biochemisch-zelluläre Ebene, die Ebene von Organsystemen sowie die Verhaltens- und Befindensebene.
- Stärker auf Anwendungen ausgerichtet ist die Bewertung arbeitsrelevanter Einwirkungen auf physiologische Prozesse. Die besonderen Kompetenzen des IfADo umfassen die Wirkungen chemischer, physikalischer, zeitlicher und psychosozialer Faktoren.
- Unmittelbar auf die Umsetzung zielt die Entwicklung ergonomischer, Gestaltungs- und arbeitsmedizinischer Handlungs-Prinzipien.
Besondere Kompetenzen des IfADo betreffen die Gestaltung spezieller Arbeitsplätze (z. B. Bildschirmarbeit, Krankenpflege) ebenso wie allgemeiner Arbeitsbedingungen (z. B. zeitliche Gestaltung von Nacht- und Schichtarbeit, Grenzwertfragen bei physikalischen und chemischen Einflüssen).
Dem IfADo kommt eine führende Rolle bei der Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse auf den bearbeiteten Feldern zu. Die vielfältigen Ergebnisse der Institutsarbeit richten sich an Praktiker in Unternehmen und Verbänden sowie im sozialpolitischen und legislativen Umfeld. Dazu gehören staatliche und sonstige mit Regulation und Normung befasste Stellen (z. B. DIN, CEN, ISO, AGS, MAK, EU/SCOEL), Sozialpartner, Berufsgenossenschaften, Industrieverbände sowie einzelne Unternehmen und Verwaltungen.
Darüber hinaus trägt das IfADo in international sichtbarer Weise zur wissenschaftlichen Entwicklung in seinen Kernfächern bei und ist der akademischen Lehre, der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und den Organisationen der Wissenschaft verpflichtet.
Der Dialog mit der Wissenschaft wird zunehmend wichtig für die Politik, und die Entscheidungen der Politik beeinflussen die Wissenschaft. Die Leibniz-Gemeinschaft hat sich zum Ziel gesetzt, Politiker und Wissenschaftler direkt miteinander in Kontakt zu bringen, um den Austausch zu fördern. (mehr...)