Hirnströme messen: Mini-EEG zum Aufkleben

Eine neue Technologie soll die Messung von Hirnströmen mittels Elektroenzephalografie (EEG) vereinfachen. Bislang messen Elektroden in einer Kappe, wie aktiv das Gehirn ist – ein aufwendiger Prozess. Zukünftig könnte eine Art Elektroden-Tattoo zum Aufkleben hinters Ohr eine Alternative sein, um EEG-Messungen auch außerhalb des Labors durchzuführen. Forscher des Leibniz-Instituts für Arbeitsforschung haben untersucht, wie verlässlich dieser Ansatz schon ist. 

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Jung vs. Alt: Strategien gegen die visuelle Informationsflut

Täglich werden wir mit Unmengen an Informationen konfrontiert. Um effektiv arbeiten zu können, ist eine zielgerichtete Verarbeitung der Daten das A und O. Wie sehr wir uns dabei ablenken lassen und was im Gehirn bei der visuellen Informationssuche passiert, untersuchen Forscher des Leibniz-Instituts für Arbeitsforschung. In einer aktuellen Studie konnten sie zeigen, dass ältere Personen Probleme damit haben, irrelevante Informationen auszublenden, wenn jene den relevanten Informationen ähneln. Anders als jüngere Probanden blieben sie an den unwichtigen, aber in bestimmten Merkmalen zu den Zielinformationen identischen Fakten kleben.

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Altern und Arbeit: Geistig fit durch kognitives Training

Wer jahrelang monotoner Arbeit nachgeht, kann seine geistige Fitness schädigen. Das kann im Alter zum Problem werden und sogar das Auftreten einer Demenz begünstigen. Da die Menschen in den westlichen Industrieländern immer älter werden und damit länger arbeiten, sind Konzepte zum Erhalt der geistigen und körperlichen Leistungsfähigkeit älterer Menschen unerlässlich. Ein Ansatz zur nachhaltigen Verbesserungen von Gedächtnisleistungen sind kognitive Trainings, wie Experten des Leibniz-Instituts für Arbeitsforschung in einer Studie mit Industriearbeitern zeigen konnten, die jetzt international publiziert wurde.

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Belohnung und Aufmerksamkeit: Dr. Schneider zu Gast in Rovereto

Wie verändert sich unsere Fähigkeit, Informationen zielgerichtet zu verarbeiten, wenn uns eine Belohnung versprochen wird? Und wie spiegelt sich ein solches Szenario im Gehirn wider? Die vergangenen drei Monate hat sich Dr. Daniel Schneider, Leiter der Nachwuchsgruppe Arbeitsgedächtnis am Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund (IfADo), mit diesen und weiteren Forschungsfragen beschäftigt. Nicht etwa in Dortmund, sondern als Teil des „Motivated Cognition Lab“ an der Universität Trento in Norditalien.

 
Daniel Schneider (3. v. r.) zusammen mit den italienischen Kollegen. @Motivated Cognition Lab; CIMeC

Die italienische Gruppe um Prof. Clayton Hickey erforscht die neurowissenschaftlichen Grundlagen menschlicher Wahrnehmung. „Der Aufenthalt war sehr lehrreich. Wir werden weiterhin in Kontakt bleiben mit den italienischen Kollegen. Aktuell sind wir dabei, unsere Ergebnisse hinsichtlich der Frage aufzuschreiben, wie die Aussicht auf Belohnung unsere Aufmerksamkeit beeinflusst“, so Schneider, der am IfADo schwerpunktmäßig zum Thema selektive, visuelle Aufmerksamkeit im Arbeitskontext forscht.

„Häufig werden wir auf der Arbeit mit einer Fülle von Informationen konfrontiert. Unser Gehirn kann aber nur eine begrenzte Anzahl von Informationen verarbeiten“, erklärt Schneider. Seine Forschungsgruppe „Arbeitsgedächtnis“ untersucht, wie der Mensch seine kognitiven Ressourcen effizient nutzt und auf welche Weise man ihn dabei gezielt unterstützen könnte.

Die G.-A.-Lienert Stiftung hatte Schneider den Forschungsaufenthalt als Stipendium finanziert, um sein Methodenspektrum im neuropsychologischen Bereich zu erweitern.

Ansprechpartner:
Dr. Daniel Schneider
Tel. 0231 1084 325


World Usability Day 2016: Hilfreiche Technik

An jedem zweiten Donnerstag im November knüpft der World Usability Day (WUD) ein weltweites Band zwischen Forschung, Industrie, Bildung, Verwaltung und Benutzern. Experten und interessierte Laien beschäftigen sich mit Gebrauchstauglichkeit, Mensch-Maschine-Interaktion und aktuellen Technik-Trends im Produkt-Design. Dabei lautet das Ziel: „To ensure that technology helps people live to their full potential and helps create a better world for all citizens everywhere“. Zu Themen wie Usability, User Experience und modernen Mensch-Maschine-Interaktionen forscht Dr. Gerhard Rinkenauer vom Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund (IfADo) seit Jahren. Die wichtigsten Fragen zum WUD 2016 beantwortet er im Folgenden:

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Digitale Technologien und Geschäftsmodelle für den Mittelstand

Augmented & Virtual Reality Technologien sowie innovative Techniken zur Unternehmensentwicklung im Mittelstand stehen im Mittelpunkt des landesweiten „Zukunftskongress Wirtschaft 4.0“ am Dienstag, 8. November, ab 09:30 Uhr im Dortmunder U. Veranstalter ist Engage.NRW − eine durch die EU und das Land NRW geförderte Initiative in Trägerschaft der Mülheim & Business GmbH Wirtschaftsförderung − zusammen mit u.a. der RHaug GmbH und in Kooperation mit der Wirtschaftsförderung metropoleruhr GmbH, der Wirtschaftsförderung Dortmund sowie dem Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund (IfADo), vertreten durch Herrn Dr. Rinkenauer.

vrErwartet werden bis zu 200 Vertreter aus nordrhein-westfälischen Konzernen und mittelständischen Unternehmen. Unter Moderation von Dr. Ronald Hartwig, Geschäftsführer der RHaug GmbH, können die Teilnehmer ein Potpourri an Fachvorträgen aus der Praxis für die Praxis verfolgen. Hierzu haben sich Sprecher namhafter Firmen wie SAP, Grey Germany, ifm electronic oder das Deutsche Institut für Virtual Reality angekündigt.

Den Auftakt macht der Experte für Strategische Unternehmensentwicklung und Change Management, Andreas Maser. Er wird über kritische Erfolgsfaktoren bei der Umsetzung von 4.0 Projekten in mittelständischen Unternehmen referieren. Anschließend geht es um Themen wie den erfolgreichen Einsatz zukunftsweisender digitaler Technologien in der Wirtschaft, Chancen der intelligenten Vernetzung von der Produktentwicklung bis zum Endkunden sowie die Vernetzung moderner Consumer-Geräte. Daneben wird unter dem Titel „Arbeiten mit Effizienz und Spaß – geht das?“ auch das Thema Gamification eine wichtige Rolle spielen.

Eine Ausstellung zum Ansehen und Ausprobieren für den nötigen Praxisbezug rundet die Veranstaltung ab. Die Exponate kommen aus den Bereichen Virtual Reality, Augmented Reality, 360° Film, Internet der Dinge (IoT) sowie Industrie-Drohnen und Wissensmanagement. Das komplette Tagungsprogramm zum „Zukunftskongress Wirtschaft 4.0“ finden Sie hier. Der Kongress ist für die Teilnehmer kostenfrei. Anmeldungen sind bis zum 3. November möglich.

Quelle: Mülheim & Business GmbH Wirtschaftsförderung


Toxoplasmose: Parasit beeinflusst Gedächtnisleistung

Jeder zweite Deutsche trägt den Erreger Toxoplasma gondii in seinem Körper. Der weltweit vorkommende Einzeller verursacht eine der häufigsten Infektionskrankheiten. Bekannt ist Toxoplasmose schon lange, hauptsächlich im Zusammenhang mit gesundheitlichen Risiken in der Schwangerschaft und für immunschwache Menschen. Studien am Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund (IfADo) zeigen, dass eine Infektion auch das Arbeitsgedächtnis im Alter beeinträchtigen kann.

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