Dr. Melanie Karthaus

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Forschungsgruppe „Altern“

Tel.: +49 / 231 1084 291
E-Mail:

Vita:

  • seit März 2008 wissenschaftliche Mitarbeiterin, Forschungsgruppe „Altern" (IfADo)
  • Juni 2004–Mai 2007 wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin, Abteilung für Klinische Physiologie, Fachbereich Psychobiologie, Universität Trier
  • März 2004 Abschluss des Studiums zur Diplom-Psychologin an der Universität Trier
  • 2002-2004 studentische Hilfskraft in der Abteilung „Psychophysiologie, Persönlichkeitsforschung und Methodenlehre“, Universität Trier (Prof. Dr. Bartussek)

Arbeitsgebiete:

  • Im Laufe der Lebensspanne verändern sich zahlreiche sensorische, kognitive und motorische Funktionen. Insbesondere höhere kognitive Funktionen wie die sogenannten exekutiven Kontrollfunktionen können mit zunehmendem Alter beeinträchtigt sein. Diese exekutiven Funktionen, zu denen u.a. das zeitnahe Wechseln zwischen verschiedenen Tätigkeiten und das Unterdrücken ablenkender Informationen und unangemessener Handlungen gehört, spielen eine große Rolle im beruflichen und privaten Alltag. Ein Beispiel für eine komplexe Tätigkeit, die gleich mehrere Kontrollfunktionen in Anspruch nimmt, ist das Autofahren. Die Befundlage zur Beeinträchtigung älterer Autofahrer durch altersbedingte Funktionsänderungen ist derzeit noch sehr uneinheitlich. Auch ist noch weitgehend ungeklärt, wie sich die großen interindividuellen Leistungsunterschiede älterer Autofahrer erklären lassen. Es besteht erheblicher Forschungsbedarf hinsichtlich der Frage, wie sich die mit zunehmendem Alter auftretenden Veränderungen exekutiver Funktionen auf das Autofahren auswirken und wie sich diese möglicherweise durch gezielte individuelle Trainingsmaßnahmen und/oder die altersgerechte Gestaltung der Verkehrsumgebung und der Fahrzeugausstattung kompensieren lassen. Angesichts des demografischen Wandels und der daraus resultierenden zunehmenden Anzahl älterer Verkehrsteilnehmer ist die Beantwortung dieser Forschungsfragen von großer Bedeutung.

Publikationen:

  • Falkenstein, M. & Karthaus, M. (2017). Wie kognitive Veränderungen im Alter die Fahreignung beeinflussen. NeuroTransmitter, 28(11), 50-57
  • Falkenstein, M. & Karthaus, M. (2017). Fahreignung im höheren Lebensalter. Stuttgart: Kohlhammer.
  • Karthaus, M., & Falkenstein, M. (2016). Functional Changes and Driving Performance in Older Drivers: Assessment and Interventions. Geriatrics, 1(2), 12. doi:10.3390/geriatrics1020012
  • Wascher, E., Getzmann, S. & Karthaus, M. (2016). Driver state examination – Treading new paths. Accident Analysis and Prevention, 91, 157-165.
  • Karthaus M, Willemssen R, Joiko S, Falkenstein M: Kompensationsstrategien von älteren Verkehrsteilnehmern nach einer VZR-Auffälligkeit. Bremen: Fachverlag NW, Schünemann Verlag, 2015 (Berichte der Bundesanstalt für Straßenwesen, Heft M 254)
  • Hahn, M., Wild-Wall, N., & Falkenstein, M. (2013). Age-Related Changes of Neural Control Processes and Their Significance for Driving Performance. In C.M. Schlick, E. Frieling & J. Wegge (Eds.). Age-Differentiated Work Systems (p. 299-317.). Heidelberg: Springer.
  • Hahn, M., Wild-Wall, N., & Falkenstein, M. (2011). Age-related differences in performance and stimulus processing in dual task situation. Brain Research, 1414, 66-76.
  • Hahn, M., Falkenstein, M., & Wild-Wall, N. (2010). Age-related performance differences in compensatory tracking under a dual task condition. Occupational Ergo-nomics, 9(2), 75-86.