Vernetzung (Dortmunder Vital-Studie)

Do-Sky-blauLeitende Wissenschaftler:
Patrick Gajewski, Stephan Getzmann, Edmund Wascher

MitarbeiterInnen:
n.a.

Drittmittel:
n.a.

Kooperationspartner:
Christian Beste (Uni-Klinikum Dresden), Edward J. Golob (UTSA University of Texas), Nikolai Axmacher, Robert Kumsta, Sebastian Ocklenburg (Ruhr-Universität Bochum)

Eine wesentliche Voraussetzung für ein besseres Verständnis gesunden Alterns ist die Untersuchung der Zusammenhänge von altersbedingten Veränderungen kognitiver Funktionen und der Rolle modulierender Faktoren. Die Identifikation endogener (z.B. Immunstatus, Infektionen, Krankheiten) und umweltbezogener (z.B. Bildung, Arbeits­bedingungen, Stress, Lebensstil) Einflussfaktoren ist daher eine essenzielle Aufgabe. Das IfADo stellt sich dieser Herausforderung und untersucht altersbedingte Veränderungen auf unterschiedlichen Ebenen, von der biochemischen und zellulären Ebene bis hin zur Verhaltensebene. In Zusammenarbeit mit den anderen Fachbereichen des IfADo konnten zahlreiche bislang unbekannte Einflussfaktoren auf das gesunde Altern aufgedeckt werden. Eine aktuelle interdisziplinäre Untersuchung geht zum Beispiel dem Zusammenhang von Burnout, Altern und immunologischen Parametern bei Berufstätigen mit emotional belasteten Tätigkeiten nach.

2015 startete das IfADo die „Dortmunder Vital-Studie“. Im Laufe der kommenden Jahre werden Daten von Menschen im jüngeren, mittleren und höheren Lebensalter gesammelt, die eine umfangreiche EEG-basierte Testbatterie durchlaufen. Mit dieser umfassenden, auf mehrere Jahre angelegten Longitudinalstudie sollen Einflüsse und Interaktionen unterschiedlicher Einflussfaktoren (wie Arbeitsbedingungen, Stress, Lebensstil, körperliche Fitness, Infektionen, Persönlich­keitsmerkmale) auf kognitive Funktionen und deren neurophysiologische Korrelate überprüft werden. Durch wiederholte Messungen (alle fünf Jahre an derselben Probandengruppe) und die Kombination elaborierter experimenteller Paradigmen, die wesentliche kognitive Funktionen (wie Aufmerksamkeit, exekutive Kontrolle, Gedächtnis) erfassen, moderner EEG Methoden und der Analyse relevanter biochemischer Daten wird die „Dortmunder Vital-Studie“ ermöglichen, hochspezifische Hypothesen zum gesunden Altern zu entwickeln und zu überprüfen. Besonderes Augenmerk wird dabei auf arbeitsrelevante kognitive Funktionen und deren Zusammenhänge mit Arbeitsbedingungen (z.B. Stress und Arbeitszufriedenheit) gelegt.

Hier geht es zur Dortmunder Vital-Studie: www.ifado.de/vital-studie

  • Gajewski, P.D., Boden, S., Freude, G., Potter, G.G. & Falkenstein, M. (2017). Burnout is associated with changes in error and feedback processing. Biological Psychology, 129, 349-358.
  • Gajewski, P.D., Boden, S., Freude, G., Claus, M., Bröde, P., Watzl, C., Getzmann, S. & Falkenstein, M. (2017). Executive control, ERP and pro-inflammatory activity in emotionally exhausted middle-aged employees: comparison between subclinical burnout and mild to moderate depression. Psychoneuroendocrinology, 86, 176-186.
  • Gajewski, P.D., Falkenstein, M., Hengstler, J.G. & Golka, K. (2016). Reduced ERPs and theta oscillations underlie working memory deficits in Toxoplasma gondii infected seniors. Biological Psychology, 120, 35-45.
  • Wascher, E., Heppner, H., Kobald, S.O., Arnau, S., Getzmann, S. & Möckel, T. (2016). Age-sensitive effects of enduring work with alternating cognitive and physical load. A study applying mobile EEG in a real life working scenario. Frontiers in Human Neuroscience, 9, 711.
  • Selinski, S., Getzmann, S., Gajewski, P.D., Blaszkewicz, M., Hengstler, J.G., Falkenstein, M. & Golka, K. (2015). The ultra-slow NAT2*6A haplotype is associated with reduced higher cognitive functions in an elderly study group. Archives of Toxicology, 89, 2291-2303.
  • Beste, C., Getzmann, S., Gajewski, P.D., Golka, K. & Falkenstein, M. (2014). Latent Toxoplasma gondii infection leads to deficits in goal-directed behaviour in healthy elderly. Neurobiology of Aging, 35, 1037-1044.