Assistive Systeme

Leitende Wissenschaftler: Gerhard Rinkenauer
Mitarbeiter: Thorsten Plewan
Drittmittel: GripAssist, Graduiertenkolleg
Kooperationspartner: n.a.

Um Arbeits- und Assistenzsysteme automatisch an die individuellen Anforderungen von Nutzern anpassen zu können sind Nutzermodelle erforderlich, über die relevante Nutzereigenschaften repräsentiert werden können. Die am Fachbereich entwickelten Konzepte zur Nutzermodellierung basieren auf der Simulation von spezifischen Arbeitssituationen, in der ergonomische und psychologische Methoden in Kombination mit einer erweiterten Sensorik eingesetzt werden (Bewegungs-, Krafterfassung, EMG, EEG etc.). Darüber hinaus wird auch die ubiquitäre Sensorik von Arbeitssystemen (im Fall eines Computerarbeitsplatzes z. B. die eingebaute Webcam, Maus oder Tastatur) einbezogen, um auf charakteristische Merkmale im Nutzerverhalten rückzuschließen. Die dadurch gewonnenen Daten sind Basis zur Erstellung von individuellen Nutzermodellen.

Basierend auf Erfahrungen, die in den vergangenen Jahren durch Projekte, die durch die Industrie, das BMBF und das BMWi gefördert wurden, werden die Konzepte zur Nutzermodellierung kontinuierlich erweitert und beispielsweise auch im Bereich der Assistiven Technologien eingesetzt. Als Erweiterung der Informationsaufnahme durch ubiquitäre Sensoren wurde zusammen mit der FH Dortmund ein auf Tiefendaten der Kinect 2 (Microsoft) basierendes verbessertes Konzept entwickelt, über das Kopf- und Oberkörperbewegungen online erfasst werden können. Zusammen mit der TU Dortmund wird zurzeit ein Navigationssystem für Rollstuhlfahrer entwickelt, in dem die individuelle Leistungsfähigkeit des Nutzers berücksichtigt wird.

In Kooperation mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie werden assistive Umgebungen prospektiv, sowohl aus der Perspektive der Grundlagen- und Anwendungsforschung als auch aus der Perspektive der technischen Realisierung und Verwertbarkeit untersucht. Die empirischen Untersuchungen hierzu finden hauptsächlich im Zukunftslabor statt. Die aktuellen Schwerpunkte liegen dabei auf dem im September 2015 ausgelaufenem BMBF-Projekt „GripAssist“ und dem bis 2018 laufenden DFG-Graduiertenkolleg „Diskrete Optimierung technischer Systeme unter Unsicherheit“ (GRK 1855).