Verarbeitung von Interferenz

Leitende Wissenschaftler: Kristina Küper, Edmund Wascher

Mitarbeiter: Stefan Arnau
Drittmittel: n.a.  
Kooperationspartner: Corinna Peifer (Ruhr-Universität Bochum); Kerstin Unger (Brown University/USA)

 

Zielgerichtetes Handeln ist nur dann möglich, wenn handlungsirrelevante, interferierende Informationen erfolgreich ausgeblendet werden können. In modernen Arbeitsumgebungen stößt diese Interferenzverarbeitung  allerdings häufig an ihre Grenzen: Arbeitnehmer werden mit einer großen Menge an Informationen konfrontiert, die in kürzester Zeit verarbeitet werden muss. In vielen Arbeitsumgebungen wird Informationsverarbeitung darüber hinaus häufig unterbrochen. Egal ob Telefonanrufe, spontane Gespräche mit den Kollegen, oder die kurzfristige Übernahme von neuen Aufgaben, in all diesen Situationen muss die aktuelle Tätigkeit abgebrochen, neue Information verarbeitet und dann wieder zur ursprünglichen Tätigkeit zurückgekehrt werden. Diese Wechsel stellen hohe Ansprüche an die Informationsverarbeitung und können so zu Handlungsfehlern führen. Die Folge sind neben Einbußen in der Arbeitsleistung auch ein erhöhtes Unfallrisiko und eine verstärkte Stressbelastung der Beschäftigten.

Im Rahmen unserer Forschung entwickeln wir realitätsnahe experimentelle Paradigmen, die eine systematische Untersuchung von Störungen der Informationsverarbeitung erlauben. Da angenommen werden kann, dass die Anfälligkeit für Interferenz mit höherem Alter zunimmt, wird dieses Thema in enger Zusammenarbeit mit der Vernetzungsgruppe Altern bearbeitet.