Biomechanische Ergonomie

Leitender Wissenschaftler: Matthias Jäger
Mitarbeiter: Claus Jordan
Drittmittel: MEGAPHYS.  
Kooperationspartner: BAuA, DGUV, IFA, ASER, IAD, Lufthansa
Universitäten: Berlin, Budapest, Dortmund, Dresden, Essen, Frankfurt, Halle, Loughborough, Mailand, Regensburg, Tübingen, Zürich u.a.
Das IfADo befasst sich in diesem Themenfeld mit gesundheitlichen Risiken und menschlichen Leistungen in der Arbeitswelt und dabei insbesondere mit den Wechselwirkungen von Kräften und Bewegungen des Menschen unter Berücksichtigung der individuellen Eigenschaften und deren zeitlichen Veränderungen. Ziel ist eine arbeitsphysiologisch angemessene Gestaltung der Arbeit durch Analyse der beruflichen Belastung des Muskel-Skelett-Systems sowie der gesundheitlichen Folgen und somit eine wissenschaftlich begründete Prävention zur Verringerung der gesundheitlichen Risiken.

Berufliche Tätigkeiten führen vergleichsweise häufig zu Erkrankungen und Beschwerden im Muskel-Skelett-System und auch zu entsprechend hohen Fehlzeiten. Dabei sind risikobehaftete Tätigkeiten vorzugsweise anzutreffen im Büro – durch intensive „statische” Körperhaltungen und eher feinmotorische Tätigkeiten –  sowie bei Lastenhandhabungen oder beim manuellen Bewegen von Patienten in der Kranken-, Alten- und häuslichen Pflege.

Neben der grundlagenorientierten Forschung in Zusammenarbeit mit universitären Gruppen hat sich ein starker Anwendungsbezug mit hoher sozialpolitischer Relevanz durch intensive Kooperationen mit Unfallversicherungsträgern, Arbeitsschutzverwaltungen, Kliniken, Unternehmen und internationalen Strategiegremien herausgebildet. Die erarbeiteten Erkenntnisse werden fortwährend für die Politikberatung nachgefragt und nachhaltig genutzt, insbesondere in der europäischen und internationalen Normung sowie im Zusammenhang mit dem nationalen Berufskrankheiten-Geschehen.

Hauptthemen sind:

MEGAPHYS – Mehrstufige Gefährdungsanalyse physischer Belastungen

Kranken- und Altenpflege – DOLLY 3

Deutsche Wirbelsäulenstudie 2: DWS-Richtwertestudie

Flugbegleiter: Mobilitätseingeschränkte Passagiere

Büroarbeit: Komfortable Kopfhaltung

Umsetzung der Ergebnisse

Netzwerke and Kooperationen

  • TU Berlin (Psychologie und Arbeitswissenschaft), TU Darmstadt (Arbeitswissenschaft), TU Dresden (Arbeitsmedizin), TU Dortmund (Arbeits- und Produktionssysteme), Univ. Düsseldorf (Arbeits- und Sozialmedizin; Biometrie and Epidemiologie), Univ. Frankfurt (Arbeitsmedizin), Univ. Halle/Wittenberg (Mediz. Epidemiologie), FH Münster (Physikalische Technik), Univ. Regensburg (Orthopädie), Univ. Tübingen (Arbeitsmedizin)
  • BAuA (Dortmund, Berlin), Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (Sankt Augustin, Berlin), Institut für Arbeitsschutz IFA (Sankt Augustin), Evonik Industries (Essen)
  • BG Verkehr (Hamburg), BG Gesundheitsdienst u. Wohlfahrtspflege (Hamburg, Mainz), BG Metall (Mainz), BG Handel u. Warendistribution (Mannheim)
  • Deutsche Lufthansa (Frankfurt a.M.), Freiburger Forschungsstelle f. Arbeits- und Sozialmedizin, ArbMedErgo (Hamburg), EB Steinberg (Berlin), Forum fBB (Hamburg), Landesgewerbearzt (Wiesbaden), Volkswagen (Wolfsburg), ASER (Wuppertal), AUDI (Neckarsulm)
  • Locomotion (Bennekom/NL), Budapest Univ. of Technology/Hungary, Loughborough Univ./U.K. (Dept. of Human Sciences), ArjoHuntleigh (Lund/Sweden), Univ. Mailand/Italy (Clinica del Lavoro), Wessex Institute (Southampton/U.K.), Institute of Occup. Health, Turku/Finland (Health Care and Social Services), ETH Zürich/Switzerland (Gesundheitswissenschaften u. Technologie)