Lernen und Training

Leitende WissenschaftlerInnen:
Kristina Küper, Patrick Gajewski, Oliver Kobald

Mitarbeiter:
Stefan Arnau

Drittmittel:
BMBF (Projekt INNOKAT), Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), Leibniz Forschungsverbund „Gesundes Altern“

Kooperationspartner:
Sabine Eichberg (Sporthochschule Köln), Ben Eppinger (Concordia University, Montreal), Michael Falkenstein (Institut für Arbeit, Lernen und Altern), Helen Morrison und Ronny Hänold (Leibniz-Institut für Altersforschung, FLI), Julia Karbach (Goethe-Universität Frankfurt), Claudia Kardys (TÜV Rheinland), Beatrice Kuhlmann (Universität Mannheim), Claudia Voelcker-Rehage (TU Chemnitz)

Aufbauend auf unsere Forschung zu grundlegenden sensorischen und kognitiven Funktionen untersuchen wir die Auswirkungen von altersbedingten Veränderungen dieser Funktionen auf Alltagstätigkeiten und die Arbeitsleistung. Die Ergebnisse dieser Grundlagenforschung werden von uns auf den Arbeitskontext übertragen und in Arbeitsumgebungen angewendet, indem wir lebenslanges Lernen und Trainingsinterventionen untersuchen, die die kognitiven Fähigkeiten älterer Arbeitnehmer/-innen erhalten und verbessern sollen. In vorangehenden Projekten wie den PFIFF 1 & 2 Studien (www.pfiffprojekt.de) und dem INNOKAT Projekt (www.innokat-projekt.de) haben wir erfolgreich kognitive, physische und Stress-Management-Trainingsinterventionen entwickelt, implementiert und evaluiert, die entsprechende Ressourcen bei jüngeren und älteren Beschäftigten effektiv verbessern können.
Eine wichtige Erkenntnis aus unserer Forschung ist, dass körperliche Aktivität die kognitive Leistungsfähigkeit verbessern und altersbedingte mentale und körperliche Abbauprozesse verlangsamen kann. Im Projekt ‘GeKo – Gesundheit kommt an’ (www.geko-gesundheit.de)  untersuchen wir daher, wie sich ein kombiniertes kognitives und körperliches Training auf die kognitiven Fähigkeiten von Beschäftigten unterschiedlichen Alters auswirkt. Dabei wird neben den trainingsbedingten kognitiven Veränderungen auch der potenzielle Einfluss von sozio-demografischen (Alter, Geschlecht, Bildungsniveau) und Lebensstil-Faktoren (körperliche Aktivität, physische und psychische Gesundheit, Arbeitsbedingungen) analysiert.

Als Mitglied des Leibniz-Forschungsverbunds ‘Gesundes Altern’ bereiten wir eine vergleichende Analyse des kognitiven Alterns bei Mäusen und Menschen vor: Das Projekt ‘Mice to Men’ wird in Zusammenarbeit mit dem Leibniz-Institut für Altersforschung (FLI, Dr. Morrison, Dr. Hänold), der TU Chemnitz (Prof. Voelcker-Rehage), der Concordia University (Prof. Eppinger) und der Universität Mannheim (Prof. Kuhlmann) durchgeführt und vom Leibniz-Forschungsverbund ‘Gesundes Altern’ gefördert. Ziel des Projekts ist es, die Einflüsse von genetischen, Umwelt- und Lebensstil-Faktoren sowie Trainings-Interventionen auf Mechanismen des Lernens und neuronale Plastizität bei Menschen und Mäusen in einem vergleichenden Design über die Lebensspanne hinweg zu erfassen.

Publikationen:

  • Gajewski, P.D., Freude, G. & Falkenstein, M. (2017). Cognitive training sustainably improves executive functioning in middle-aged industry workers assessed by task switching: a randomized controlled ERP study. Frontiers in Human Neuroscience, 11, 81 (15 pp.).
  • Küper, K., Gajewski, P.D., Frieg, C. & Falkenstein, M. (2017). A randomized controlled ERP study on the effects of multi-domain cognitive training and task difficulty on task switching performance in older adults. Frontiers in Human Neuroscience 11, 184 (12 pp.).
  • Küper, K. & Karbach, J. (2016). Increased training complexity reduces the effectiveness of brief working memory training: evidence from short-term single and dual n-back training interventions. Journal of Cognitive Psychology, 28, 199-208.
  • Gajewski, P.D. & Falkenstein, M. (2015). Lifelong physical activity and executive functions in older age assessed by memory based task switching. Neuropsychologia, 73, 195-207.
  • Gajewski, P.D. & Falkenstein, M. (2015). Long-term habitual physical activity is associated with lower distractibility in a Stroop interference task in aging: Behavioral and ERP evidence. Brain &  Cognition, 98, 87-101.
  • Küper, K., Rivkin, W., Diestel, S., Schmidt, K.-H., Myskovszky von Myrow, T., Przybysz, P., Ahlfeld, C., Frießem, M., Zülch, J., Kleibömer, S., Günnewig, J., te Heesen, M. & Falkenstein, M. (2015). Innovationskraft altersgemischter Belegschaften steigern – eine ganzheitliche Intervention. In: Jeschke, S., Richert, A., Hees, F., Jooß, C. (Hrsg.): Exploring demographics. Transdisziplinäre Perspektiven zur Innovationsfähigkeit im demografischen Wandel (S 463-475). Wiesbaden: Springer Spektrum.