Harnblasenkrebs: Mit der Bürste an die Zellen

Harnblasenkrebs ist der zweithäufigste bösartige Tumor in der Urologie. Rauchen sowie Belastung durch bestimmte Chemikalien am Arbeitsplatz sind wichtige Risikofaktoren. Um Patienten zielgerichtet therapieren zu können, muss die Krebserkrankung weiter erforscht werden. Molekularbiologische Untersuchungen von vitalen Krebszellen und gesunden Zellen sind nötig. Frisches Gewebe ist aber kaum verfügbar. IfADo-Forschende konnten zusammen mit Urologen des Klinikums Dortmund zeigen, dass mit Hilfe von wiederverwertbaren Zellbürsten sowie kommerziellen Laborkits Zellen in ausreichender Menge minimalinvasiv gewonnen werden können.

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Querschnittlähmung als Risikofaktor für Harnblasenkrebs

Die Lebenserwartung von Menschen mit Querschnittlähmung ist in den vergangenen Jahrzehnten gestiegen. Betroffene können annähernd so alt werden wie nichtbehinderte Menschen. Mit zunehmender Lebenserwartung rücken aber weitere Erkrankungen ins Blickfeld der Mediziner, wie zum Beispiel der Harnblasenkrebs. Urologen des Berufsgenossenschaftlichen Klinikums Hamburg haben gemeinsam mit weiteren auf diesem Gebiet erfahrenen Urologen und Forschern des Leibniz-Instituts für Arbeitsforschung Daten von querschnittgelähmten Patienten untersucht. So konnten sie klare Hinweise dafür finden, dass ein Zusammenhang zwischen Querschnittlähmung und dem Auftreten eines Harnblasentumors besteht. 

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Harnblasenkrebs: Ultra-langsames Enzym erhöht Rückfallrisiko

Ein signifikant höheres Rückfallrisiko sowie eine kürzere rückfallfreie Zeit: Ein Forscherteam um Dr. Silvia Selinski vom Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund (IfADo) hat erstmals die Rolle einer ultra-langsamen Genvariante des Entgiftungsenzyms N-Acetyltransferase (NAT2) bei Patienten mit Harnblasenkrebs untersucht. Die Wissenschaftler konnten u.a. zeigen, dass Patienten mit einem ultra-langsamen NAT2-Genotyp ein fast doppelt so hohes Rückfallrisiko haben wie nicht-betroffene Personen.

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Harnblasenkrebs: Erste S3-Leitlinie veröffentlicht

In Deutschland erkranken nach Schätzungen des Robert Koch-Institutes rund 28000 Menschen jährlich neu an einem Harnblasentumor. Damit ist das Harnblasenkarzinom der zweithäufigste bösartige Tumor in der Urologie. Eine hochwertige nationale Leitlinie, die Ärzte, Pflegekräfte, Selbsthilfegruppen oder Patienten als Entscheidungshilfe nutzen können, fehlte jedoch bislang. Nun hat das „Leitlinienprogramm Onkologie“ erstmals eine S3-Leitlinie zur „Früherkennung, Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Harnblasenkarzinoms“ vorgelegt. 

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