EU-Projekt: Gefahrenstoffe effizienter und tierversuchsfrei bestimmen

Zusammen mit 38 Partnern aus der europäischen Wissenschafts- und Industrielandschaft forscht das Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund – IfADo an neuen Methoden und Konzepten der Risikobewertung von Substanzen. Ziel des von dem EU-Förderprogramm Horizon 2020 geförderten Projekts „EU-ToxRisk“ ist ein Paradigmenwechsel in der Toxikologie hin zu einer effizienteren und weitestgehend tierversuchsfreien Gefahrenstoffeinschätzung.logo

Dr. Raymond Reif koordiniert das Forschungsvorhaben am IfADo. „Wir sind dabei in vitro-Testsysteme zu entwickeln, um Tierversuche weitestgehend zu ersetzen“, erklärt Reif. Der Toxikologe forscht am Dortmunder Institut über die Möglichkeiten von in vivo-Bildgebung. „Mithilfe der im EU-Projekt entwickelten Alternativmethoden könnten wir anschließend neue Wirkstoffe bereits in der Petrischale hinsichtlich ihres hepatotoxischen Potenzials testen“, so Reif.

Toxische Substanzen könnten so schon im Labor erkannt werden und müssten gar nicht erst im Tier bewertet werden. Das EU-ToxRisk Projekt (Gesamtvolumen 30 Millionen €) ist Anfang 2016 gestartet und läuft insgesamt über einen Zeitraum von sechs Jahren. Weitere Informationen zu den Forschungsschwerpunkten finden Sie auf der Projekt-Webseite.