Eine Studie der Global Young Faculty ergab, dass sich über 80% der Deutschen über die Risiken im Umgang mit Facebook und Co. bewusst sind.
Im Rahmen der Global Young Faculty haben die Mitglieder der Forschungsgruppe Mensch 3.0 eine bundesweite Studie mit über 1000 Teilnehmern durchgeführt um das Risikobewusstsein der Nutzer im Umgang mit modernen Technologien, speziell Web 2.0 Anwendungen abzufragen.
Die Studie hat ergeben, dass sich die überwiegende Mehrzahl der Nutzer über die Chancen und Risiken im Umgang mit digitalen Technologien bewusst ist und ihr Handeln danach ausrichtet.
Ein für die beteiligten Wissenschaftler so nicht erwartetes Ergebnis. "Die Ergebnisse der Studie waren für uns eine echte Überraschung" so Dr. Sandra Sülzenbrück vom IfADo in Dortmund "Wir hatten im Vorfeld der Studie nicht damit gerechnet, dass ein so großer Anteil der Befragten die Risiken im Netz so gut einschätzen kann und sich verantwortungsbewusst beim Umgang mit digitalen Technologien verhält."
Ziel der Studie war es mit einem breiten Fragespektrum Wissen, Verhalten und Einstellungen der Deutschen im Umgang mit sogenannten "Web 2.0" Anwendungen abzufragen und den Grad der Risikokompetenz von Internetnutzern zu messen.
Während die ursprüngliche Hypothese der Forscher von fünf verschiedenen Nutzertypen ausging, welche mehr oder weniger gut über die Probleme bei der Nutzung neuer Technologien Bescheid wissen, zeigte sich nach Abschluss der Studie, dass es zwar einen kleinen Anteil von meist jungen Menschen gibt die sorglos mit den Gefahren im Internet umgehen, der Überwiegende Teil der Befragten (80 %) aber angeben sehr wohl über die Gefahren im Netz bescheid zu Wissen und sich dementsprechend auch vorsichtig verhalten.
Insgesamt lassen die Ergebnisse der Umfrage darauf schließen, dass es bereits eine hohe Risikowahrnehmung über die Gefahren von Web 2.0 Anwendungen in Deutschland gibt und nur wenige Menschen wirklich sorglos mit ihren Daten umgehen.
Zur Methodik der Studie:
Die Studie die in Zusammenarbeit mit dem sozialwissenschaftlichen Umfragezentrum (SUZ) in Duisburg durchgeführt. - Bei der Studie handelte es sich um eine computerunterstützten Telefonbefragung (Computer Assisted Telephone Interviewing; kurz: CATI) bei der die Befragten per einfacher Zufallsauswahl ausgewählt wurden. - Die Nettostichprobe umfasste 1004 befragten Personen enthielt 488 (48,6%) Männer und 516 (51,4%) Frauen. - Das Durchschnittsalter lag bei 49 Jahren bei einer Standardabweichung von 15,96 Jahren. - Die durchschnittliche Interviewdauer betrug 11,8 Minuten.

Die detaillierte Beschreibung der Veranstaltung:
http://www.2010lab.tv/blog/mensch-30-ein-symposium-im-gerhard-mercator-haus-duisburg-1