Die Projektgruppe Wahrnehmungskybernetik konnte gemeinsam mit Neurowissenschaftlern der Ruhr-Universität Bochum einen neuen Ansatz für Verhaltenstrainings nachweisen, mit dem sich allein durch passive Stimulation die visuelle Wahrnehmung und Aufmerksamkeit verbessern lässt.
Ausgangspunkt war dabei das aus der Neurophysiologie bekannte Prinzip, dass die wiederholte Reizung von Nervenzellen zu Veränderungen der synaptischen Verbindungen führt. Analog konnten die Autoren zeigen, dass man die Leistung der visuellen Wahrnehmung nachhaltig verändern kann, indem man den Probanden wiederholt bestimmte visuelle Reize präsentiert. Die Ergebnisse eröffnen einen neuen Zugang für die Therapie von visuellen Wahrnehmungsstörungen.
Weitere Informationen können Sie einer Pressemitteilung der Ruhr-Universität Bochum entnehmen.
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Literaturgrundlage:
Beste, C., Wascher, E., Güntürkün, O. & Dinse, H.R. (2011). Improvement and impairment of visually guided behavior through LTP- and LTD-like exposure-based visual learning. Current Biology, 21, 876-882.